Hecking erleichtert, aber nicht eu(ropa)phorisch

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Danke, Bas! Wolfsburgs Coach Dieter Hecking war nach dem Sieg in Fürth erleichtert. Der VfL hat mehr Luft nach unten.

ib Fürth. Es sind die kleinen Dinge im Leben, an denen man sich erfreuen soll. So hält es auch Dieter Hecking. Wenngleich sich unter dem neuen Coach beim VfL Wolfsburg noch kein wirklich erkennbarer Fortschritt in puncto Spielkultur entwickelt hat, so zog er doch positive Erkenntnisse aus dem Dusel-Sieg in Fürth.

Seine Mannschaft hätte kompakter als beim enttäuschenden 1:1 gegen Augsburg gestanden. Immerhin etwas. „Auf dem Platz wurde viel gesprochen und es war ein Miteinander zu spüren. Auch wenn noch nicht alles läuft, merkt man, dass immer mehr Leben in die Elf kommt“, sagte Hecking und stellte das Wir-Gefühl in den Mittelpunkt seines Fazits. „Jeder hat den anderen immer wieder mit ins Boot geholt, das hat mir sehr gut gefallen.“

Dass das Boot nicht kenterte, hatte der aus Nürnberg gekommene VfL-Coach bei seiner Rückkehr ins Frankenland aber auch ein gutes Stück weit der latenten Ladehemmung der Fürther zu verdanken. Der Außenseiter ackerte aufopferungsvoll. Ohne Ertrag. Hecking hatte diese massive Gegenwehr erwartet. Und offenbar auch keine Glanzleistung seiner Mannen. „Für uns stand auch sehr viel auf dem Spiel, aber wir haben uns der Drucksituation gestellt. Es ist jetzt nicht alles gut, aber der Sieg gibt uns Ruhe.“

Ansonsten hätte es noch einmal eng werden können, betonte Wolfsburgs neuer Impulsgeber. Die Wölfe müssen nicht mehr ständig sorgenvoll über die Schulter schauen, ob sie verfolgt werden. „Das Wichtigste ist, dass wir im Moment zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz haben“, bekräftigte Torschütze Bas Dost. So sah es auch Keeper-Kapitän Diego Benaglio: „Die drei Punkte zu holen, war unheimlich wichtig. Unsere Situation sieht jetzt etwas besser aus.“

Das bedeute aber nicht, dass der VfL prompt wieder leichtgläubig werden dürfe, mahnte Benaglio. Hecking trat ebenfalls auf die Bremse: „Wir sollten aber jetzt bloß nicht gleich wieder anfangen, von Europa zu träumen. Soweit sind wir noch nicht.“

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