Schlenzer-Schlitzohr Olic bangt um WM-Play-Offs

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Folgt der Lust der Frust? Ivica Olic bangt um die WM-Play-Offs.

ib Wolfsburg. Für seinen Verein entpuppte sich Ivica Olic buchstäblich als Wadenbeißer. Für das Nationalteam Kroatiens könnte der Ehrgeiz des Wolfsburger Matchwinners am Sonnabend gegen Dortmund aber Folgen haben.

Obwohl er schon vor seinem sehenswerten Siegtreffer einen Schlag auf die Wade bekommen und anschließend Anzeichen einer Blockade gespürt hatte, biss Olic auf die Zähne. Und traf ausgerechnet mit seinem lädierten linken Bein zum 2:1. Wertvoll für den VfL, womöglich schmerzhaft für Olic und Kroatien. Zwar reiste der Angreifer gestern für die WM-Play-Offs gegen Island (15./19. November) zu seiner Heimatauswahl, droht aber auszufallen. „Die Diagnose ist eine Zerrung“, erklärte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking am Sonntag und gab seinem Angreifer die eindringliche Bitte mit auf den Weg, kein Risiko einzugehen.

Volles Risiko war Olic bei seinem „Traumtor“ (Hecking) tags zuvor gegangen. Für seinen Teamkollegen Maximilian Arnold „ein geiles Ding“. Und auch BVB-Trainer Jürgen Klopp nominierte den Schlitzohr-Schlenzer für „das Tor des Monats“. Der 34-Jährige selbst wählte den Treffer in die „Top Five“ seiner langen Karriere. Olic hatte gesehen, dass niemand in der Mitte frei war. Plötzlich ergab sich die „optimale Situation für meinen linken Fuß“, so Olic und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich habe das versucht, was ich schon vor drei Tagen im Training gegen Diego (Benaglio, Anm. der Redaktion) gemacht habe, genau dasselbe Tor. Das war kein Zufall, sondern schon trainiert.“

Ansonsten genoss Olic den Sieg. „Das war ein Spaß für alle. Wir haben um jeden Meter gekämpft und Charakter gezeigt nach dem Rückstand. Ich habe das Gefühl, wir sind jetzt eine Mannschaft.“

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