„Wollen Pokalsieger werden“

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Nicht nur gegen Rekordmeister Bayern München, sondern auch gegen Drittligist Kickers Offenbach sollen die Wolfsburger Profis 100 Prozent Einsatz zeigen. Alexander Madlung (l.) wäre trotz Roter Karte in Mainz am Dienstag im Pokal spielberechtigt.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Die Zeit, als Züge auf dem Weg nach Berlin ungebremst durch Wolfsburg durchrauschten, kennen Dieter Hecking und Klaus Allofs höchstens aus Erzählungen. Und es einmal hautnah mitzuerleben, dass ihnen ein Zug in die Hauptstadt direkt vor der Nase wegfährt, darauf haben Trainer und Manager des VfL Wolfsburg überhaupt keine Lust.

Vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal bei Drittligist Kickers Offenbach (Dienstag, 20.30 Uhr, live auf ARD) stellten die beiden VfL-Verantwortlichen klar: Der Zug zum Berliner Finale fährt nicht ohne die Wölfe ab.

„Meine Mannschaft will DFB-Pokalsieger werden. Das ist das Ziel. Wir haben in diesem Wettbewerb alle Möglichkeiten – und diese wollen wir zu 100 Prozent nutzen“, fordert Hecking vor dem Duell mit dem Außenseiter aus Hessen.

100 Prozent! Alles oder nichts, heißt es am Biberer Berg in Offenbach. Da ist sich auch Allofs sicher. „Wir können unserer Favoritenrolle nur gerecht werden, wenn wir die Partie genauso angehen wie die zurückliegenden Bundesligaspiele. Wir dürfen keinen Schritt weniger machen, müssen hochkonzentriert und fokussiert auf das Weiterkommen sein“, warnt Allofs die grün-weißen Kicker.

Schließlich sind die Kickers aus Offenbach nicht irgendwer. Gerade im Pokal wachsen die Rot-Weißen regelmäßig über sich hinaus. 2010 zog schon Borussia Dortmund beim OFC den Kürzeren (4:2 nach Elfmeterschießen). In dieser Saison gingen die VfL-Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf sowie Zweitligist Union Berlin jeweils mit einem 0:2 vom Rasen.

Das Duell mit dem VfL würde für die Offenbacher zum Spiel des Jahres werden, meint Hecking und hofft, dass seine Kicker eine OFC-Feier schnell unterbinden. Auf dem Platz und auf der Tribüne. „Die Atmosphäre, die traditionell am Bieberer Berg herrscht, ist toll – wenn man sie denn zulässt“, sagt Hecking, der den Drittligisten als unangenehmen Kontrahenten einstuft.

„Offenbach spielt mit einer guten Grundordnung in der Offensive. Die Mannschaft ist körperlich sehr robust und über Standards gefährlich. Diese Jungs sind in der Lage, einem Gegner richtig Sorgen zu bereiten“, sagt Hecking und mahnt seinen Mannen zur Geduld. Abwarten auf den Zug zum Finale nach Berlin.

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