Löw beschert VfL den Konzern-Kick

ib Wolfsburg. Konzern-Kick und die Rückkehr eines gewissen Kai-Uwe... Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg genießt im Achtelfinale des DFB-Pokals erneut Heimrecht und trifft am 3. oder 4. Dezember auf das derzeitige Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt 04.

Bundestrainer Jogi Löw zog die VfL-Paarung gestern Abend in der ARD-Sportschau als Letztes aus dem Lostopf. Sportlich betrachtet bewies Deutschlands Dirigent sicherlich ein glückliches Händchen aus Wolfsburger Sicht, dürfte doch im Normalfall dem Einzug in die Runde der letzten Acht nichts im Wege stehen. Und auch in den obersten Konzern-Etagen von Volkswagen und Audi dürfte das familiäre Fußball-Duell durchaus auf Gegenliebe stoßen.

Bernd Osterloh, Mitglied des VfL-Aufsichtsrats und Vorsitzender des VW-Betriebsrats, hatte die Auslosung gemeinsam mit Chefcoach Dieter Hecking in der Halbzeitpause des gestrigen Bundesliga-Spiels von Eintracht Braunschweig – kommenden Sonnabend Gegner der Wölfe – und VfB Stuttgart verfolgt. Osterloh sagte im Anschluss: „Ich denke, Ingolstadt ist eine lösbare Aufgabe für unsere Mannschaft.“

Freude auch bei Wolfsburgs Manager Klaus Allofs über die Partie gegen die Schanzer. „Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht und das haben wir bekommen. Insofern sind wir mit der Auslosung natürlich zufrieden.“ Dennoch nahm er das mühsame 2:0 vom vergangenen Dienstag gegen den VfR Aalen als mahnendes Beispiel, dass auch gegen einen Zweitligisten Konzentration gefragt ist.

Die Ausgangssituation sei ähnlich, erklärte Hecking. Auch er hält den Viertelfinal-Einzug für absolut machbar. „Wir haben eine große Chance, im Pokal zu überwintern und sind fest entschlossen, unserem Ziel wieder einen Schritt näher zu kommen.“ Das da lautet: Berlin.

Ingolstadt kommt mit Ex-Wolf Caiuby, früher von den Fans liebevoll Kai-Uwe gerufen, in die VW-Arena. Der Brasilianer hatte gleich bei seinem Debüt im VfL-Dress 2008 getroffen und wurde später auch Deutscher Meister, setzte sich aber nicht durch und wechselte schließlich zum FCI. Dort ist der Wuschelkopf Stammspieler.

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