Bayern-Bonus!? Wölfe klagen (Schieds-)Richter an

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Gottseidank! Bastian Schweinsteiger sah nur Gelb.

ib München. Im Zweifel für die Bayern!? (Schieds-)Richter Bastian Dankert geriet nach der Wolfsburger Niederlage in München auf die Anklage-Bank. Und musste sich gleich in zweierlei Fällen den VfL-Vorwürfen stellen.

Es roch mal wieder ganz stark nach Bayern-Bonus, was sich da am Sonnabend in der Allianz-Arena abspielte. Zwei Szenen erhitzten die Gemüter der Wölfe, die sich klar benachteiligt fühlten.

Aufreger Nr. 1:

Die 26. Minute. An der Außenlinie, direkt vor der Münchener Bank, stößt Bastian Schweinsteiger Diego mit beiden Händen von hinten in den Nacken, Wolfsburgs Mittelfeld-Regisseur geht zu Boden. Doch Schiri Dankert setzt die Strafe gegen den Sünder zur Bewährung aus – nur Gelb und wilde Proteste des VfL!

Diego selbst schilderte die Attacke so: „Ich habe einen Kontakt in meinem Nacken gespürt. Das war für mich überraschend, ich habe ihn nicht kommen gesehen. Er trifft mich im Rücken und am Kopf.“ Dass Schweinsteiger glimpflich davonkam, konnte der VfL-Spielmacher – der übrigens mit einer Vertragsverlängerung liebäugelt – ganz und gar nicht nachvollziehen. „Es ist manchmal schwer zu verstehen, wie die Schiedsrichter entscheiden und hart zu akzeptieren. Aber ich versuche das zu akzeptieren. Ich denke, alle haben die Situation gesehen. Das soll jeder beurteilen, was er gesehen hat.“

Deutlicher wurde sein Teamkollege und Ex-Münchener Ivica Olic nach einer Studie der Fernseh-Bilder. Er klagte an: „Für mich ist es Rot. Er hat ihn getroffen, der Ball war nicht in der Nähe. Es war ein entscheidender Moment des Spiels.“ Und Wolfsburgs Stürmer äußerte einen vielsagenden Nachsatz: „Wenn Diego das gemacht hätte, wäre es Rot gewesen...“

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking musste sich bei der Beurteilung auf die Zähne beißen, sprach von „dunkelgelb“ und verwies auf die vier Platzverweise gegen den gebrandmarkten VfL in der noch jungen Saison. Manager Klaus Allofs sagte: „Die Bilder sprechen für sich. Ich bin aber weit davon entfernt, hier eine Rote Karte in der Szene zu fordern.“

Aufreger Nr. 2:

Die 60. Minute. Kurz vor dem Münchener Siegtreffer wird Marcel Schäfer von Rafinha im Strafraum zu Fall gebracht. In anderen Stadien wäre wohl der Elfmeter-Pfiff ertönt. Nicht aber in München. „Rafinha hat mich deutlich behindert und keine Chance auf den Ball. Selbst bei einer minimalen Berührung kommt man im vollen Lauf aus dem Gleichgewicht“, verlas Schäfer die Anklage-Schrift und ging auch gleich zum Plädoyer über: „Für mich ein klarer Elfer. Auf der anderen Seite wäre er gegeben worden.“

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