Fußball – Bundesliga: Wolfsburgs Sieglos-Serie in München hält an – 0:1

Wieder mal nur Spesen...

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Franck Ribery (r) von München gewinnt das Laufduell gegen Christian Träsch von Wolfsburg und liefert die Torvorlage.

dpa/ib München. Knapp daneben ist auch vorbei... Auswärtsspiele beim FC Bayern erhöhen beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg wie gehabt nur das Spesen-Konto. Nach dem – zugegeben überschaubaren – 0:1 (0:0) beim Triple-Sieger ist die Sieglos-Serie in München fast volljährig.

17 Mal in der Liga probiert, 17 Mal ist fast nichts passiert unter dem Stern des Südens. Zudem blieben die Wölfe gegen den Rekordmeister zum fünften Mal in Folge ohne Tor.

Zumindest hatte das widerspenstige Wolfsburg dem FCB ein hartes Stück Arbeit abverlangt. Zeichen dafür: Star-Coach Pep Guardiola belohnte seine Vielspieler spontan mit einem freien Sonntag. „Wir haben gewonnen, aber wir müssen einiges verbessern“, erklärte der Münchner Trainer. Vor den beiden Prüfungen in der Champions League am Mittwoch bei Manchester City und drei Tage später im Liga-Hit bei Bayer Leverkusen müssen die Bayern „erst einmal durchatmen“, gab Thomas Müller erschöpft zu.

Der Nationalspieler erzielte vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena in der 63. Spielminute das Tor des Tages nach der schönsten Kombination des Spiels. „Das war eine sehr gute Vorstellung von uns aus kämpferischer Sicht“, resümierte Müller.

VfL-Trainer Dieter Hecking hatte sein Team sehr gut eingestellt. „Wir hatten uns vorgenommen, nicht nur Statisten zu sein. Wir hatten uns einen Defensivplan überlegt, der sehr gut aufgegangen ist“, erklärte er. Mit zwei engmaschigen Viererketten verdichtete sein auswärts punktloses Team die Räume. Dazu behaupteten sich die Gäste in den Zweikämpfen, besonders der kampf- und laufstarke Christian Träsch im Duell mit Franck Ribéry. Auch die erste große Torszene des Spiels hatten die Wolfsburger: Ex-Bayer Luiz Gustavo kam nach einer Ecke von Ricardo Rodriguez im Strafraum frei zum Kopfball, aber Nationaltorhüter Manuel Neuer parierte (7.).

In der Folge sorgten in erster Linie kleinere, mit Gelben Karten bestrafte Nickligkeiten von Bastian Schweinsteiger (25.) und Wolfsburgs Spielmacher Diego (27.) für einige Emotionen. Ansonsten war es bis zur Pause eine zähe Partie ohne großer Aufreger, allerdings musste der zweite Ex-Münchner Ivica Olic kurz vor der Pause im eigenen Strafraum gegen den einschussbereiten Arjen Robben klären (42.). Das 0:0 zur Pause entsprach der Wolfsburger Kompaktheit.

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Bayern, den Druck mit höherem Spieltempo und mehr Zielstrebigkeit zu erhöhen. Es fehlte aber häufig die Präzision. Wolfsburg konterte, Marcel Schäfer vergab eine hervorragende Kopfballchance (60.). „Im letzten Drittel des Spielfeldes haben wir nicht die Konsequenz an den Tag gelegt“, klagte Hecking.

Mit Toni Kroos und Xherdan Shaqiri versuchte Guardiola, dem Münchner Angriffsspiel neue Impulse zu geben. Der Schachzug ging prompt auf, denn eine wunderbare Ballstafette über Kroos, Shaqiri und Ribéry schloss Müller zur Wolfsburger Bank-Pleite ab. „Das war exzellent rausgespielt“, so der Torschütze. Der VfL fand keine Antwort mehr und hatte Glück, dass sein alter Arbeitnehmer Mario Mandzukic (80.) nicht frühzeitig den Deckel drauf machte.

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