Hecking warnt vor Freiburgs Gas-Fuß

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Nur nicht einengen lassen! Daniel Caligiuri (l.) kehrt mit dem VfL Wolfsburg zu seinem Ex-Club SC Freiburg zurück.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Ein blaues Auge gegen Hamburg, ein tiefrotes im DFB-Pokal gegen Zweitliga-Zwerg Ingolstadt: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat zu zuletzt das Glück doch arg belastet. Wie bei Muskeln kann das auch mal schnell zur Überanspruchung führen – und zum ein Riss der Serie.

Seit nunmehr sieben Pflichtspielen sind die Wölfe ungeschlagen, der Sonntags-Gegner SC Freiburg (15.30 Uhr) indes wartet noch auf seinen ersten Saison-Heimsieg. Nicht, dass sich die Grün-Weißen im Schwarzwald diesen schwarzen Peter aufhalten lassen.

Nicht zuletzt der positive Parallel-Auftritt der Breisgauer am Mittwoch im Pokal gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen (1:2) ist bei VfL-Coach Dieter Hecking haften geblieben. Die Mannschaft von Seitenlinien-Vulkanier Christian Streich hätte typischen Freiburger Fußball gespielt. Druckvoll, mit hohem läuferischem und kämpferischen Aufwand. „Darauf müssen wir uns einstellen. Diese Mannschaft spielt Vollgasfußball“, so die eindringliche Mahnung Heckings an seine zuletzt nachlassenden Schützlinge.

Gegen das Permanent-Pressing helfe nur eines: „Bei Ballbesitz Ruhe bewahren“, erklärt der VfL-Coach. „Um die richtigen Lösungen gegen die Ballerobungs-Attacken zu finden.“ Ein attackierender Gegner könnte Wolfsburg gleichwohl entgegenkommen. Tiefstapler wie zuletzt Ingolstadt behagen den Wölfen überhaupt nicht, sie spielten mit Blei an den Füßen. Freiburg hingegen sitzt als Tabellen-16. das Abstiegsgespenst im Nacken, die Dreisam-Kicker sind in der Bringschuld.

Dem Tabellenstand des drittletzten Rivalen 2013 misst Hecking keine Bedeutung bei. „Der Sportclub hat sich in den letzten Wochen deutlich in eine positive Richtung entwickelt.“ Das bekräftigte auch sein Trainer-Kollege Streich. Nach dem unglücklichen Pokal-Aus zählte für ihn vielmehr die Leistung. „Und da habe ich viele gute Dinge gesehen. Wir müssen schauen, unsere jüngsten Leistungen zu konservieren.“

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