VfL verspricht Eiszeit für TSG-Bienen

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Jung, dynamisch – und auch erfolgreich am Sonnabend? Youngster Maximilian Arnold (r.) könnte nach seinem Startelf-Debüt in Leverkusen auch gegen die TSG Hoffenheim zum Einsatz kommen. Der VfL will endlich wieder einen Heimsieg feiern.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Hummeln im und am Hintern! Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, am Sonnabend (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg zu Gast, schöpft unter Neu-Trainer Markus Gisdol frischen Mut im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf plant der Vorletzte, der noch satte sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat, auch bei den Wölfen angriffslustig die nächste Attacke. „Wir wollen den Gegner jagen wie ein Bienenschwarm“, erklärte Gisdol, der den Weg zur Rettung in Wolfsburg mit weiteren Punkten fortsetzen möchte.

Die Hoffenheimer Frühlingsgefühle will Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking mit einer erfolgslosen Eiszeit abkühlen. Die Punkte bleiben komplett in Niedersachsen, meint Hecking, damit seine Wölfe im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga gar „nicht mehr nach unten schauen“ müssten.

Mit einem Sieg gegen einen „hochmotivierten Gegner“ aus Hoffenheim würde der VfL den Vorsprung auf die direkten Abstiegsränge auf sichere 13 Zähler (bei 15 noch zu vergebenen Punkten) ausbauen.

Der Respekt für Abstiegskandidat Hoffenheim ist bei Hecking dennoch groß. Die TSG sei eine Mannschaft mit vielen starken Individualisten, die auch Hecking „nicht dort erwartet hatte, wo sie jetzt steht.“ Im Schlussspurt würden die Kraichgauer nun alles versuchen, das Minimalziel Relegationsplatz 16 zu erreichen.

Das eigene Vorhaben, einen internationalen Wettbewerb zu erreichen, rückt bei den Wölfen erst nach dem Hoffenheim-Spiel wieder in den Mittelpunkt. „Am Sonnabend ab 17.20 Uhr können wir uns mit dem Pokal beschäftigen“, fegt Hecking alle Gedanken an das Halbfinale in München am Dienstag (20.30 Uhr) bei Seite.

Die Priorität liegt beim VfL erst einmal auf dem Hoffenheim-Spiel und dem Absichern der Bundesliga-Zugehörigkeit. Dabei wird Fagner nichts beitragen können. Der Rechtsverteidiger ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Wer anstelle des Brasilianers auf der Außenbahn absichern soll, ließ Hecking noch offen.

Wieder zurück ist Vieirinha. Der portugiesische Nationalspieler habe nach seiner Hüft-Verletzung gut trainiert, erklärte Hecking, und sei nach zwei Wochen Pause – obwohl „noch nicht wieder voll im Saft“ – wieder eine Option für das Sonnabend-Spiel. Genug, um Hoffenheims Bienchen den Saft abzudrehen?

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