Zeigt VfL eine Reaktion reloaded?

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Jagd auf den Hunter: Wolfsburg (l. Naldo) hat Platz fünf an Schalke (Klaas-Jan Huntelaar) verloren und will diesen nun zurückerobern.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Rosarot wie ein feines Stück Filet: So hätten sich die Wölfe die Situation nach dem Rückrundenstart gewünscht. Tatsächlich aber begann die Trainingswoche beim VfL Wolfsburg vor dem Gastspiel am Sonnabend beim FC Schalke 04 (15.30 Uhr) so, wie die Partie gegen Hannover (1:3) geendet hatte: zäh.

„Die Enttäuschung war spürbar“, erklärte Trainer Dieter Hecking rückblickend auf die Dienstag-Einheit. Allzu lange hatten die Grün-Weißen an dem Rückschlag aber nicht zu kauen. Medium der Woche registrierte der 49-Jährige schon einen recht regen Appetit. Wichtig, denn auf dem Teller liegt eine große Portion.

Schalke gegen Wolfsburg: ein Direkt-Duell im Kampf um die europäischen Fleischtöpfe. Die Die schwer verdauliche Gelsenkirchener Platte schmeckt Hecking nach dem verpatzten Auftakt. „Schalke formuliert zu recht hohe Ansprüche nach ganz oben und kommt uns im Moment vielleicht gelegener als ein möglicher Abstiegskandidat.“ Der VfL-Coach nahm den Ruhrpott-Riesen, der gestern Jermaine Jones an Besiktas Istanbul transferierte, beim 3:0-Sieg in Hamburg persönlich noch einmal unter die Lupe und sieht im Qualitäts-Vergleich eine mindestens gleichwertige Offensive bei S04: „Klaas-Jan Huntelaar ist zurück und hat schon gegen Hamburg einen sehr guten Eindruck gemacht. Dahinter spielen mit Max Mayer, Kevin-Prince Boateng und Jefferson Farfan Spieler, die ein Spiel entscheiden können.“

Gleiches gilt auch für Heckings Hochkaräter Diego oder Kevin de Bruyne, dem gegen 96 noch die Bindung gefehlt hatte. Nicht die einzige Parallele. Ins Hinspiel war der VfL ebenfalls mit der Bürde einer Niederlage gegangen – und vernaschte Königsblau anschließend 4:0. Die Partie hätte aber „lange auf Messers Schneide“ gestanden, entsinnt sich Wolfsburgs Manager Klaus Allofs. In der Tat eröffnete Robin Knoche im August erst in der 55. Minute den Torreigen. Von daher lässt sich Allofs vor der Revanche nicht blenden: „Ich sehe die Möglichkeit, am Wochenende zu gewinnen. Auf ein 4:0 stelle ich mich aber nicht ein.“

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