„Brustlöser“ gegen unangenehme 05er?

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Der angeschlagene Naldo im Einzelnen und der VfL im Gesamten hoffen auf den Brustlöser im Heimspiel gegen Mainz 05.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Der einstige Irrsinn – es sei an das legendäre 5:4 im Aufstiegs-Endspiel, den Vier-Tore-Petrov beim Wiedersehens-Wahnsinn 2004 oder das 3:4 nach 3:0-Führung 2010 erinnert – hat abgenommen. Dennoch verspricht die Neuauflage in der Fußball-Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und FSV Mainz 05 am Sonnabend (15.30 Uhr) keineswegs Langeweile.

Der größte Prickel-Faktor ist die Tabellen-Konstellation. Durch den kontroversen Start 2014 hat Mainz nach Punkten zum Tabellensechsten aufgeschlossen. Für VfL-Coach Dieter Hecking „keine Überraschung“. Die Nullfünfer würden Jahr für Jahr das Optimum aus ihren Möglichkeiten rauskitzeln. „Sie spielen aggressiv und gut nach vorne, sind immer bei 110 Prozent“, betonte Hecking. Enormer Willen gepaart mit hoher Laufbereitschaft – „das macht sie so unangenehm.“ Für die Truppe von Thomas Tuchel sei der Hinrundensieg gegen Eintracht Braunschweig „ein bisschen der Brustlöser“ gewesen, so Wolfsburgs Coach. Freie Atemwege könnte nicht nur Abwehrchef Naldo (fehlte gestern wegen Halsschmerzen beim Training) gut gebrauchen, sondern auch der VfL in der Tabelle.

Nun ist Mainz nicht gerade ein Lieblingsgegner der Grün-Weißen (fünf Spiele ohne Sieg). Den gab’s auch nicht auf Schalke, wo die Wölfe „eigentlich die bessere Mannschaft“ nach Meinung Heckings waren. „Aber hätte, wenn und aber – davon holt man keine Punkte“, betonte der VfL-Coach. Taten sind gefragt gegen den neuen Club von Ja-Cheol Koo.

Hecking will sich aber nicht gleich alles madig machen lassen von außen. Und auch nicht die Europacup-Pistole auf die Brust setzen lassen. Nichtsdestotrotz versprühte er vor dem Wegweiser Zuversicht: „Ich bin guter Dinge, dass die Mannschaft von der Einstellung her alles abrufen wird, um möglichst den ersten Dreier der Rückrunde einzufahren.“

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