Härtetest bestanden: VfL verspürt Gier auf Vier

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Dadurch lassen wir uns doch nicht umwerfen! Die Wölfe (r. Jan Polak) antworteten gegen den HSV (Tomas Rincon) auf die Pokalpleite.

dpa/ib Hamburg. Der VfL Wolfsburg kann offenbar englische Woche. Das war die wichtigste Erkenntnis bei der Probe aufs Europa-Exempel in Hamburg. Die Mehrfachbelastung, die in der kommenden Saison nach der vollbrachten Rückkehr auf die internationale Bühne häufiger auf die Wölfe zukommt, war beim 3:1-Erfolg kaum zu spüren.

Die Freude über das vorzeitig erreichte Saisonziel ebenso wenig. Zwar kehrt der VfL nach vier Jahren Pause zurück auf die internationale Fußball-Bühne. Doch mit der Europa League geben sich die Grün-Weißen nicht zufrieden. „Leverkusen sollte wissen, dass wir da sind, wenn sie patzen“, erklärte Coach Dieter Hecking den Kampf um Platz vier für eröffnet. Den ersten Angriff wehrte Bayer mit dem überzeugenden 4:1-Sieg in Nürnberg am Ostersonntag ab. Wolfsburg damit weiter Fünfter, mit nur einem Punkt Rückstand.

„Wir feiern jetzt nicht schon, weil wir die Europa League sicher haben. Wir nehmen das locker. Es wäre dumm, jetzt nachzulassen“, erklärte VfL-Star Kevin de Bruyne. Auch Hintermann Luiz Gustavo ist noch nicht satt. „Natürlich bedeutet uns das Erreichte etwas, aber wir haben die Möglichkeit, noch mehr zu erreichen.“ Die Champions League-Qualifikation, die Hintertür zur Königsklasse.

Den Härtetest der „gefühlten Europokal-Woche“ (Hecking) nach dem Pokal-Aus in Dortmund bestand Wolfsburg mit Bravour. Für Manager Klaus Allofs die Quintessenz. „Die Frage war: Können wir das wiederholen, was wir in Dortmund gespielt haben – auch mit dem kurzen Abstand. Die Antwort ist ganz klar ja! Von daher haben wir wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht.“ Allofs hätte gegen Platz vier ebenfalls nichts einzuwenden. „Dann hätten wir die Entwicklung schneller gemacht als gedacht.“

De Bruyne gab zu: „Es war sicherlich härter als in den Spielen zuvor durch das Pokalspiel. Man fühlt sich in der zweiten Hälfte ein bisschen müde.“ Doch der VfL überwand den Akku-Leerstand. Der Belgier: „Die schwierigen Spiele muss man eben auch gewinnen.“

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