Die richtige Dosierung!?

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Nichts für Chorknaben: Der VfL Wolfsburg (l. Maximilian Arnold) stellt sich auf ein hitziges Duell am vorletzten Bundesliga-Spieltag beim noch nicht vollends geretteten VfB Stuttgart (Antonio Rüdiger) ein.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Am Tag der Arbeit wurde in der Tat geschuftet beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Allerdings in dosierter Form. Vor dem letzten Auswärtsspiel dieser Saison beim VfB Stuttgart (Sonnabend, 15.30 Uhr) schraubte Dieter Hecking das Pensum herunter. Um die Akkus nicht aufzuzehren.

„Es geht nur noch darum, in den Spielen die nötige Frische zu haben“, erklärte Wolfsburgs Coach den Tritt auf die Trainings-Bremse. Trotz der verpassten Großchance gegen Freiburg (2:2) reizt der VfL alle erdenklichen Möglichkeiten aus, um Bayer Leverkusen doch noch vom Champions League-Quali-Platz zu verdrängen.

Im Fernduell legt Hecking den Fokus aber klipp und klar auf den eigenen Einflussbereich. Der Blick wandert nicht nach Frankfurt (dort spielt Bayer) oder Mönchengladbach, sondern bleibt in Stuttgart. „Ich habe vor dem Freiburg-Spiel schon gesagt: Wenn wir unsere Hausaufgaben nicht erledigen, dann brauchen wir gar nicht irgendwo anders hinzuschauen“, betonte der Herr der Wölfe gebetsmühlenartig. Für die Grün-Weißen ginge es im Schwabenland darum, „die Ernte einzufahren nach einer langen Saison.“

Allerdings misst Hecking auch dem VfB Mähdrescher-Qualitäten bei. „Für den VfB ist es das letzte Heimspiel, die werden alles reinhauen, was möglich ist.“ Auch Christian Träsch ahnt, dass es ein heißer Kampf gegen seinen Ex-Club werden könnte: „Ich denke, es wird ein hitziges Spiel, in dem beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollen.“

Für Hecking ist die Mannschaft von Huub Stevens deutlich besser als die Keller-Konkurrenz. Gleichwohl der VfB noch nicht vollends gesichert ist (fünf Zähler Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang), sagt der VfL-Coach vermeintlich voreilig: „Deshalb sind sie auch in der kommenden Saison völlig zu Recht in der Bundesliga.“

Respekt hat Hecking vor dem schnellen Umschaltspiel der Süddeutschen. Die Ballhoheit dürfte beim VfL liegen. Nur weiß er damit auch etwas anzufangen? Einerseits dürfe sein Team nicht ungeduldig werden. Andererseits müsse Wolfsburg den Weg zum Tor suchen. Es kommt also nicht nur bei der Trainings-Intensität auf die richtige Dosierung an. Hecking zeigt sich zuversichtlich: „Ich glaube, dazu sind wir in der Lage.“

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