Nur keinen Dampf ablassen

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Weiter, immer weiter: Der VfL Wolfsburg (l. Christian Träsch) will nach dem 3:1-Triumph in Hamburg, der die Rückkehr nach Europa brachte, nicht locker lassen und gegen den SC Freiburg weiter am Traum-Ziel Platz vier arbeiten.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Die einen haben Europa sicher, die anderen den Klassenerhalt so gut wie: Schlafwagen-Fußball werde es deswegen aber nicht geben, glaubt Wolfsburgs Coach Dieter Hecking vor dem Heimspiel des VfL gegen den SC Freiburg am Sonnabend (15.30 Uhr).

Weder von seinen Wölfen noch von den Breisgauern. „Wenn ein Ziel erreicht ist, hat man sofort das nächste im Blick. Wir haben im Moment noch viel Dampf im Kessel, weil die Chance auf Platz weiterhin besteht“, unterstrich Hecking zum Start in die Trainingswoche nach zwei Durchschnauf-Tagen für die VfL-Profis über Ostern. Die Grün-Weißen hängen wie eine Klette am aktuellen Vierten Bayer Leverkusen (nur ein Punkt Rückstand), der mit dem designierten Vize-Meister Borussia Dortmund eine Mega-Aufgabe vor der Brust hat. Die Qualifikation für die Champions League würde Heckings Premiere – erstmals führte er ein Team in den internationalen Wettbewerb – noch versüßen.

Doch Schulterklopfer seien noch verfrüht, mahnt Wolfsburgs Dirigent und rechnet mit ebenfalls hochmotivierten Freiburgern. Der Club, nach der Hinserie mit nur 14 Punkten Drittletzter, hat sich emporgearbeitet und seit dem vergangenen Spieltag acht Zähler Polster zwischen sich und den Abstiegs-Relegationsplatz gelegt. „Freiburg hat gezeigt, dass Qualität vorhanden ist, die sie berechtigt, in der Liga zu bleiben. Wir werden viel investieren müssen“, ahnt Hecking.

Viel dürfte für die Badener nicht mehr schiefgehen. So registrierte auch Oliver Sorg, beim 4:2 gegen Gladbach Wegbereiter der Wende mit dem Tor zum 2:1: „Die Stimmung zu Wochenbeginn war schon eine Spur gelassener.“ Doch die Mannschaft sei gut beraten, die Spannung hochzuhalten, ergänzte Sorg, der in Wolfsburg aufgrund seiner fünften gelben Karte fehlen wird.

Damit ist er nicht allein. Auf VfL-Seite muss Luiz Gustavo aufgrund seines dritten Ampelkarte (!) in dieser Saison zuschauen. Da auch Junior Malanda verletzt ist, braucht Hecking neue Abfangjäger. Die Frage ist: Vertraut er dem Reserve-Duo Jan Polak und Slobodan Medojevic, der trotz seinem Rückfall ins zweite Glied einen neuen Vertrag erhalten soll? Oder zieht der VfL-Trainer Maximilian Arnold, wie schon einige Male in Spielen passiert, auf die Sechs zurück und füllt die Offensivlücke mit Daniel Caligiuri oder gar Vieirinha?

Keine Veränderungen wird es gegen den SCF im Wolfsburger Tor geben. Diego Benaglio befindet sich zwar auf dem Weg der Besserung, kann aber ebenso wenig wie Bas Dost (Sprunggelenksprobleme) spielen.

Also ruhen die Sturm-Hoffnungen weiter auf Tor-Opa Ivica Olic. Das Vertrags-Hickhack um den Kroaten soll entweder heute oder morgen endlich ein Ende haben. Bis zuletzt schwankte Olic zwischen Wolfsburg und Stoke City, hat sich aber offenbar für ein Karriereende beim VfL entschieden. „Es sieht so aus, dass ich bleibe“, kündigte der 34-Jährige gestern eine Verlängerung seines Arbeitspapieres an.

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