Wird’s wieder ein Spektakel?

+
Dortmund ins Straucheln bringen: Das ist das Ziel von Naldo (l.) und den Wölfen. Der VfL ärgerte die aktuelle Nr. 2 im deutschen Fußball schon in der Vorsaison beim 3:3 im Heimspiel.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Spektakel garantiert!? Wann immer der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund zuletzt aufeinanderprallten, rappelte es im Karton. In den vergangenen beiden Spielzeiten fielen pro Partie im Schnitt mehr als fünf Tore. Noch in frischer Erinnerung das mitreißende 3:3 am 33. Spieltag der Vorsaison, als die Wölfe erst kurz vor Schluss durch einen Doppelpack von Marco Reus die Überraschung noch aus der Hand gaben. Da können sich die Zuschauer in der Volkswagen Arena am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) auf Jubelarien freuen.

Zumal beide Mannschaften augenscheinlich fit for fun sind. Der BVB demonstrierte beim jüngsten 6:1-Triumph über Stuttgart einmal mehr seine geballte Offensivkraft. Die Wölfe kamen zwar etwas bescheidener, aber nicht minder erfolgreich daher. Drei Siege aus den drei Spielen nach dem Derby-Debakel – Reue macht Beine.

Das Heimspiel wird für die Grün-Weißen zum Gradmesser: Reicht die Qualität wirklich für einen Verbleib in den internationalen Plätzen? Nach dem 2:1-Sieg in Frankfurt bewahrte Chefcoach Dieter Hecking Bodenhaftung. Rang fünf sei „eine schöne Momentaufnahme. Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir aber noch deutlich besser spielen.“

Schließlich ist der Revier-Riese eine andere Hausnummer als die kränkelnde Eintracht. Hecking ruft das Heimspiel gegen den BVB – gestern Abend beobachtete er den Gegner beim Champions League-Auftritt gegen Arsenal London (siehe überregionalen Sport) – als Standortbestimmung aus. „Wir haben ein super Spiel vor der Brust, auf das wir uns alle freuen. Da können wir sehen, wie weit wir wirklich sind.” Hecking ist bewusst, dass die Wolfsburger ans Limit gehen müssen, um ihre Serie aufrecht zu erhalten. Seine Mannschaft soll sich gegen die Borussen aber nicht kleiner machen, als sie ist. „Wir sollten nicht anders spielen als zuletzt und genauso versuchen, auf unsere Chance zu lauern.“

Womöglich muss der VfL bei diesem Fingerzeig gegen die Mannschaft von Jürgen Klopp aber auf einen Schlüsselspieler verzichten. Die zunächst diagnostizierte Rippenprellung von Diego aus dem Frankfurt-Spiel hat sich als Muskelfaserriss im Bauch herausgestellt. Einsatz fraglich! Erste Alternative für die frei werdende Flügelposition neben dem Ex-Dortmunder Ivan Perisic (traf beim letzten Duell übrigens zweimal) wäre Daniel Caligiuri. Derweil könnte Bas Dost erstmals in dieser Saison nach seiner Verletzung im Kader stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare