Fußball – Bundesliga: Wolfsburg tritt bei Bayern München an / Bisher ohne Sieg

Wieder nichts zu verlieren

Trikottausch: Luiz Gustavo (l.) spielt mittlerweile in Wolfsburg, Mario Mandzukic in München. Die Haltung des Brasilianers soll sich am Wochenende aber ändern. Die Wölfe wollen sich bei den Bayern nicht von vornherein ergeben. Foto: dpa

Wolfsburg/München. Dieses Wolfsburger Fabrikat muss noch einmal auf den Prüfstand. Nach dem 2:0-Pokalsieg über Zweitligist VfR Aalen beklagte Dieter Hecking, Trainer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, Getriebeprobleme bei seinem Team. „Wir haben ohne Tempo gespielt."

Ein Mangel, der am Sonnabend (15.30 Uhr) bei Rekordmeister und Triple-Sieger Bayern München zu einem Totalschaden führen könnte.

Die Ansage an die VfL-Profis ist klar: Mit deutlich mehr Pepp gegen Pep! „Wir werden schon einen ganz guten Tag haben müssen, um dagegenzuhalten“, gab sich Wolfsburgs Manager Klaus Allofs vor dem Duell mit dem vom Spanier Pep Guardiola trainierten deutschen Branchenriesen betont kleinlaut.

Ex-Münchner: Ivica Olic spielte bereits für Bayern. Foto: mj

Schließlich, so machte Allofs – zusammen mit Hecking beim 4:1-Pokalerfolg der Bayern über Hannover Tribünengast – anerkennend deutlich, seien bei den Münchnern keine Schwächen zu erkennen. Deshalb, so ergänzt der Wolfsburger Coach, sei es schon eine schwer verdauliche Kost, gegen den FC Bayern zu spielen. „Aber auch die kann schmecken.“Ob bei seinen Mannen, die von den vorherigen 19 Liga- und DFB-Pokalspielen nicht eines in München gewinnen konnten, ausgerechnet während des Oktoberfestes der Erfolgshunger geweckt wird, müsse das Spiel zeigen. „Es liegt am FC Bayern, ob sie einem eine Chance geben. Wenn sie das tun, müssen wir das auf dem Platz erkennen“, so Hecking.

Denn „in einem Spiel kann man es immer schaffen“, klammert sich Hecking an einen kleinen Strohhalm. Beim FCB müsse Wolfsburg, das nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre wieder den Ex-Bayer Luiz Gustavo im Mittelfeld aufbieten kann, die richtige Balance zwischen Offensivbemühungen und Defensivarbeit finden.

Nach den drei Niederlagen zu Saisonbeginn in Hannover (0:2), Mainz (0:2) und Leverkusen (1:3) sei der VfL „auswärts langsam mal dran und wenn das ausgerechnet bei Bayern gelingt, dann ist das umso besser, für unser Selbstvertrauen wie für die Liga“, meint Hecking.

Zu große Erwartungen, das wissen Hecking und Allofs, werden nicht an den Wolfsburger Auftritt geknüpft. „Wir haben nichts zu verlieren“, sorgt Allofs möglichen Schäden vor. Für ein besseres Resultat als eine Niederlage müsste es beim VfL schon sehr rund laufen. Auswärts und in München!

Von Matthias Jansen

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