„Der alte Mann“ trifft und fordert

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Fingerzeig: Mit dem Ausgleich brachte Ivica Olic (r.) den VfL Wolfsburg gegen Hoffenheim zurück ins Spiel und traf auch zum Sieg.

ib Wolfsburg. Je oller, desto doller. Gerade erst 34 Jahre alt geworden, erlebt Ivica Olic beim VfL Wolfsburg derzeit seinen dritten Frühling in der Fußball-Bundesliga.

„Der alte Mann ist da“, grinste der Kroate am Sonnabend in den Arena-Katakomben. Olic antwortet auf seine Art auf die eingangs der Saison aufgekommene Stürmer-Diskussion: mit Toren. Mit dem Doppelpack gegen Hoffenheim avancierte der frühere HSV- und Bayern-Profi zum Matchwinner, traf im dritten Spiel in Folge.

„Ich wusste, dass meine Tore kommen werden. Vor drei Wochen, als ich in der Kritik stand, habe ich dem Trainer gesagt, dass ich wieder treffe“, ließ sich Wolfsburgs Doppelpacker von der Ladehemmung nicht aus dem Konzept bringen. So sei es halt nunmal im Fußball, es gebe Höhen und Tiefen. Gerade bei Goalgettern wird eben noch ein bisschen kritischer hingeschaut.

Coach Dieter Hecking hielt aber trotz ausbleibender Treffer am Wolfsburger Wühler fest. Olic zahlt das Vertrauen nun doppelt und dreifach zurück. „Wir wissen, was wir an Ivi haben und dass er solche Spiele machen kann, dass er aber auch schwächere Tage erwischt“, sagte Hecking. „Wichtig ist, dass er auch von unserem Anhang das Vertrauen spürt.“

So wie am Sonnabend lieben Wolfsburgs Fans ihre Nummer elf. In bester Torjäger-Manier bewies Olic zweimal den richtigen Riecher und nutzte die Hoffenheimer Fehler gnadenlos aus. „Das zweite Tor war schöner“, sagte er grinsend. „Das war ein wichtiger Treffer, denn es war wichtig, dass wir das Spiel noch gewinnen.“ Teamkollege Marcel Schäfer fand das 2:1 schlichtweg „sensationell“.

Klar, dass Olic sich bei solchen Argumenten auch in Sachen Vertragsverlängerung ein wenig aus dem Fenster lehnen durfte. „Ich will einfach gesund bleiben und spielen. Bis zur Winterpause möchte ich eine Entscheidung. Ich brauche Planungssicherheit für meine Familie.“

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