„Wir müssen die Verkrampftheit rauskriegen“

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Remis-Retter: Naldo feiert sein Tor zum 2:2-Endstand.

ib Wolfsburg. Die baumlangen Kerls machten lange Gesichter. Weder Naldo noch sein Nebenmann Alexander Madlung hatten eine Erklärung dafür zur Hand, warum sich der VfL Wolfsburg auch gegen Hoffenheim wieder einen rätselhaft-wechselhaften Heim-Auftritt abgerungen hatte.

„Das war total zu wenig und geht schon die ganze Saison so“, zuckte Naldo mit den Schultern. „Wir haben so viele erfahrene Spieler – ich verstehe nicht, warum wir es zuhause nicht schaffen.“ Der brasilianische Abwehrchef hatte in den eigenen Reihen eine gewisse Angst ausgemacht. „Alle haben sich versteckt, die Spieler wollten den Ball nicht mehr haben. Nach dem 1:1 hat die Mannschaft wohl gedacht, das Spiel ist vorbei.“

Naldo selbst war mit gutem Beispiel vorangegangen, erstickte die Hoffenheimer Konterchancen zum möglichen 1:3 reihenweise im Keim. Und avancierte dann auch noch zum Remis-Retter. Die Punkteteilung sorgte zumindest dafür, dass die Wölfe den Rücken weiter frei haben. Endgültige Entwarnung gibt es allerdings noch nicht in Sachen Klassenerhalt.

Und genau das ärgerte auch Madlung. „Wir müssen gegen so eine Mannschaft einen Dreier einfahren. Dann halten wir sie nicht nur auf Abstand, sondern wären endgültig unten raus gewesen.“ Dass er zur zweiten Halbzeit plötzlich drin war, überraschte auch Madlung ein wenig. „Mir wurde gesagt, dass ich mich aufwärmen soll in der Pause.“ Trainer Dieter Hecking ließ Simon Kjaer unvermittelt in der Kabine und kommentierte diesen Wechsel kurz und knapp: „Ich war mit seiner Leistung nicht zufrieden.“

Madlung war’s egal, er durfte mal wieder ran. Zu seiner Zukunft nach Saisonende wollte er sich noch nicht äußern. Sehr wohl aber zur Heimmisere: „Wir müssen die Verkrampftheit rauskriegen.“

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