Polak/Mandzukic: Auf Platz keine Freunde...

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Bild aus früheren Tagen: Jan Polak (r.) und Mario Mandzukic jubeln gemeinsam im Wolfsburger Dress. Heute im Heimspiel gegen Bayern München sind die Kumpels Gegner.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Auch wenn sich die Wege getrennt haben – Jan Polak pflegt immer noch regelmäßigen Kontakt zu Mario Mandzukic. Am heutigen Freitagabend zur Eröffnung des 22. Bundesliga-Spieltages kehrt der Torjäger erstmals seit seinem Abschied vom VfL Wolfsburg zum großen FC Bayern München an seine alte Wirkungsstätte zurück. Freundlich wird der Empfang seines alten Kicker-Kumpels Polak nur vor dem Anpfiff ausfallen.

„Für die 90 oder 95 Minuten auf dem Platz sind wir keine Freunde. Da geht es um Punkte“, kündigt Polak seinem einstigen Teamkollegen heftige Gegenwehr an. Mandzukic geht’s allerdings genauso. Trotz des reichhaltigen Vorsprungs an der Tabellenspitze hält der Münchener Goalgetter nichts von Gastgeschenken an die alten Weggefährten. Er kehre mit einem guten Gefühl in die VW-Arena zurück und freue sich auf das Wiedersehen. „Klar ist aber auch, dass ich alles tun werde, um auch wieder mit guten Gefühlen abzureisen“, betonte der kroatische Knipser. „Wir wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen.“

Womöglich mit Toren von Mandzukic. 14 an der Zahl stehen in dieser Serie bereits zu Buche. Mehr als in der kompletten vergangenen Saison beim VfL. Herr Polak, hätten Sie denn gedacht, dass er beim Rekordmeister so einschlägt? „Mario war in Wolfsburg einer der besten Spieler. Bei den Bayern ist so viel individuelle Klasse vorhanden, dass er seine Qualität noch besser zeigen kann.“ Und die lässt sich nicht nur auf Tore reduzieren. Mandzukic ist sich für keinen Weg zu schaden, ein Kämpfertyp. Diese Tugenden bringt er auch in München gewinnbringend ein. „Ich weiß, dass ich meine Mitspieler mitziehen kann, wenn ich so auftrete. Das will ich immer machen, das klappt bisher gut“, sagt der Konkurrent von Namensvetter und Nationalstürmer Mario Gomez.

Polak zieht aber nicht nur vor seinem Ex-Kollegen, sondern dem kompletten Bayern-Ensemble den Hut. „Chapeau. Sie sind in dieser Saison sehr, sehr stark“, stellt sich Wolfsburgs Mittelfeld-Staubsauger auf viel Arbeit ein. Direkt vor dem Duell hätte er mit Mandzukic nicht mehr telefoniert, aber kürzlich. „Da habe ich gesagt, bei euch läuft es gar nicht. Da hat Mario nur gelacht“, schmunzelt der Tscheche.

Ist es denn schwierig, den geistigen Spagat zwischen dem jüngsten Spiel bei Schlusslicht Fürth und dem heutigen Hit gegen den Spitzenreiter hinzubekommen? Für Polak kein Problem: „Gegen die Bayern willst du immer. Da kommt die Konzentration von ganz allein.“

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