Diego wohl fit für Heckings Ex-Kurs

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Die Siegerfaust würde Dieter Hecking auch bei seiner Rückkehr nach Nürnberg zur allzu gerne ballen. Für die 90 Minuten werde die Verbundenheit zum Club ruhen, sagte der VfL-Coach.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Allzu warmherzig dürfte der Empfang des Begrüßungs-Komitees nicht ausfallen für Dieter Hecking am morgigen Sonnabend beim Spiel in Nürnberg (15.30 Uhr). Die FCN-Fans haben ihrem Ex-Trainer den Wechsel zum VfL Wolfsburg im vergangenen Winter noch nicht verziehen.

Insgeheim wünscht sich der ein oder andere Cluberer den Frankenversteher aber zurück. Denn es läuft nicht mehr ohne Hecking. Noch kein Sieg in zwölf Spielen in dieser Saison – Schlusslicht der Fußball-Bundesliga! Die Sehnsucht ist also riesig beim Ex-Club des Leitwolfes. Ein nicht zu verkennender Antrieb, betonte Hecking daher vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. „Nürnberg zu unterschätzen, wäre sicherlich der Anfang vom Ende“, warnte Wolfsburgs Trainer. „Natürlich läuft der Club weiterhin dem ersten Sieg hinterher, in den beiden Spielen unter Gertjan Verbeek aber konnte man schon einen anderen spielerischen Ansatz erkennen.“ Zarte Knospen der Hoffnung, die nicht ausgerechnet gegen den VfL erblühen sollen. Zumal die Grün-Weißen schon einmal einem sieglosen Schlusslicht auf die Beine halfen...

Hecking vermied unter der Woche weitestgehend Aussagen zu seinem Treffen mit der Vergangenheit, er könne die Reaktionen ohnehin nicht beeinflussen. Aber der VfL-Coach gestand: „Es ist ein besonderes Spiel, das kann ich nicht leugnen.“ Auch wenn es diesmal in Nürnberg in die Gäste-Kabine geht, werde er „den richtigen Weg schon finden...“

Der VfL hat den Erfolgsweg schon gefunden. Hecking: „Wir fahren mit dem Bewusstsein nach Nürnberg, dass wir eine richtig gute Truppe sind. Diesen Hunger, weiterhin erfolgreich zu sein, sollten wir uns erhalten.“

Personell brachte die Länderspielpause keine Hiobsbotschaften wie bei anderen Bundesligisten mit sich. Im Gegenteil. Das Kroaten-Duo Ivica Olic und Ivan Perisic kam mit dem Rückenwind des gebuchten WM-Tickets zurück nach Wolfsburg. Und auch die Chancen auf ein Comeback von Kreativkopf Diego sind gestiegen. Der Brasilianer stieg nach seiner Bauchmuskel-Verletzung gestern wieder ins Mannschafts-Training ein. Sollte Diego die knappe Zeit bis zum Nürnberg-Spiel komplikationslos überstehen, „wird er auch spielen“, legte sich Hecking fest. Streichkandidat wäre dann wohl Daniel Caligiuri.

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