VfL Wolfsburg trennt sich 0:0 vom 1. FC Köln / Wolfsburgs Keeper bester Mann

Fußball – Bundesliga: Die Null steht – Dank Casteels

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Er hielt den Punkt für die Wolfsburger fest: VfL-Schlussmann Koen Casteels war der stärkste Akteur im VfL-Dress beim 0:0 gegen den 1. FC Köln.
  • VonMichael Theuerkauf
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dpa/mth Wolfsburg. Der 1. FC Köln hat dem VfL Wolfsburg vor einige Probleme gestellt und den perfekten Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga verhindert. Im ersten Wolfsburger Heimspiel kamen die Wölfe am Sonnabend vor 29067 Zuschauern nicht über ein 0:0 hinaus.

 Die ambitionierten Gastgeber waren mit dem Punkt dabei sogar noch recht gut bedient. Die ersatzgeschwächten Rheinländer waren über weite Strecken spielbestimmend. Doch Koen Casteels im Tor der Wolfsburger verdeutlichte, warum Coach Dieter Hecking ihm in dieser Saison den Vorzug vor dem Kapitän Diego Benaglio gibt. Gleich mehrfach zeigte er seine Klasse und entschärfte Chance um Chance des FC. Mit vier Punkten aus zwei Spielen liegen beide Teams weiterhin gleichauf.

Auch ohne sieben verletzte Profis stand der FC sicher und überzeugte durch kluge Raumaufteilung und konsequente Defensivarbeit. Köln war das stärkere Team und hatte nicht nur mehr, sondern auch bessere Chancen, die sie allerdings nicht nutzten.

„Da wartet noch ein hartes Stück Arbeit auf uns“, befand Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs im Halbzeitinterview vor der TV-Kamera. Der einstige FC-Spieler sah ein durchwachsenes erstes Wolfsburger Spiel von Mario Gomez, dem Top-Zugang der Wölfe (siehe Text unten), der für sieben Millionen Euro vom AC Florenz gekommen war und im Sturm Bas Dost ersetzen soll. „Alleine seine Präsenz hilft. Aber wir dürfen auch keine Wunderdinge von ihm erwarten“, meinte Allofs.

Die VfL-Fans waren zwar schon nach vier Minuten euphorisiert, als der Debütant erstmals aufs Tor schoss. Doch Kölns dritter Keeper Sven Müller hatte bei seinem Bundesligadebüt keine Probleme mit dem noch zu unplatzierten Schuss. Der 20 Jahre alte Müller musste für die verletzten Timo Horn und Ersatzmann Thomas Kessler einspringen.

Den Kölnern war das Fehlen gleich mehrerer Stammkräfte nicht anzumerken: Frech und zielgerichtet spielten sie nach vorne. Leonardo Bittencourt verpasste in der 33. Minute das eigentlich sichere 1:0 der Gäste, als er von Yuya Osako frei gespielt wurde, den Ball aber nicht traf. Kurz vor dem Wechsel hatte Mergim Mavraj Pech, dass VfL-Keeper Casteels seinen Volley-Knaller nach einer Ecke noch mit einem herrlichen Reflex parierte.

Auch nach dem Wechsel blieben die Gäste zunächst gefährlicher. Einen direkten Freistoß von Marcel Risse (51.) erwischte Casteels noch gerade so mit dem Fuß. Erst danach fand Wolfsburg in die Partie zurück, hatte selbst aber keine klare Torgelegenheit. VfL-Neuzugang Yannick Gerhardt blieb gegen seinen bisherigen Club im defensiven Mittelfeld indes blass und wurde folgerichtig bereits nach einer Stunde gegen Maximilian Arnold ausgewechselt. Die Wölfe zeigten viel Engagement, auch wenn nicht alles rund lief. Ein entscheidender Unterschied zum Vorjahr. Da bemängelten die Fans oftmals die teils herzlosen Auftritte. Diesmal standen sie trotz der Nullnummer bis zum Abpfiff hinter dem Team. Und einen weiteren positiven Aspekt hat das Spiel in sich: Die Wolfsburger bleiben auch im zweiten Spiel der neuen Spielzeit noch ohne Gegentor.

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