Adé! Wolfsburg huldigt seinem Sir Alex(ander)

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Raus mit Applaus: Abwehrspieler Alexander Madlung (M.) erlebte gegen Dortmund einen emotionalen Abschied nach sieben Jahren beim VfL Wolfsburg.

ib Wolfsburg. Nicht nur Manchester United, auch der VfL Wolfsburg sagte am Sonnabend mit wehmütigem Herzen seinem Sir Alex(ander) goodbye... Als Stadionsprecher Georg Poetzsch beim Abschieds-Zeremoniell vor dem Anpfiff des letzten Saison-Heimspiels gegen Borussia Dortmund zu guter Letzt Alexander Madlung nannte, toste im ausverkauften Rund donnernder Applaus auf.

Grün-Weiß huldigt einem Altgedienten, der nun aber ausgedient hat. Seit 2006 hielt Madlung für die Wölfe die Knochen hin, erlebte auch persönlich ein ständiges Auf und Ab. Mal Stammkraft, dann wieder nur zweite Wahl – und doch setzte sich der gebürtige Braunschweiger beim VfL stets durch. Wohin es Madlung nun zieht, ist offen. Die Nordclubs sollen Interesse haben, der Hüne selbst schwärmt von England.

Das schönste Abschiedsgeschenk machte ihm Trainer Dieter Hecking mit seiner Einwechslung kurz vor Ende gegen den BVB. Der 165. Einsatz im Wolfsburger Trikot – nur Marcel Schäfer (195) und Miroslav Karhan (173) haben mehr. Eigengewächs Robin Knoche, der die neue Generation Innenverteidiger verkörpert, machte gerne für Madlung Platz. „Der Trainer hat gesagt, dass Alex vor der eigenen Kulisse noch einmal spielen sollte. Für mich war das selbstverständlich.“

Ebenfalls verabschiedet wurden Sotirios Kyrgiakos, Thomas Kahlenberg und Marwin Hitz. Zudem hatten die Fans mit Sprechchören und Spruchbändern Interims-Coach Lorenz-Günther Köstner gefeiert, dem kein würdiger Rahmen zuteil wurde – er spielte zeitgleich mit den Regionalliga-Amateuren in Weiche.

Dass die Verabschiedung doch etwas zu kurz kam, sah Manager Klaus Allofs als nicht so tragisch an. „Halb Vier war Anstoß zum Spiel. Ich denke, das ist in Ordnung.“

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