Fußball – Bundesliga: VfL hat Königs-Transfer offenbar am Haken

Noch kein Gustavo-Ja – Allofs sieht gute Chancen

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Schließt offensichtlich die brasilianische Achse beim VfL: Luiz Gustavo (l.) wird wohl demnächst hinter Diego absichern.

dpa/ib Wolfsburg. Nein, Luiz Gustavo ist noch kein Wolfsburger. Aber auf dem besten Weg zum VfL. Nach wochenlangen Interessensbekundungen zeichnet sich immer deutlicher ein Transfer des Bayern-Stars zu den Wölfen ab.

Die Welt hatte den Wechsel des defensiven Mittelfeldakteurs bereits als perfekt vermeldet, auch der Kicker berichtete zumindest von einer mündlichen Einigung. Doch Gustavo-Berater Roger Wittmann dementierte Vollzugsmeldungen: „Er hat noch nirgendwo unterschrieben.“

Auch Wolfsburgs Wunschspieler selbst sagte nach seiner Rückkehr vom Länderspiel Brasiliens in der Schweiz zu Sky-Sport-News: „Es ist noch nichts entschieden.“ Er wolle sich erst einmal mit seinem Berater treffen „und mal schauen, was er mir sagt. Bis zum 31. August ist noch alles möglich, aber bis jetzt ist noch nichts fix.“ Mit VfL-Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking habe er noch nicht gesprochen, betonte Luiz Gustavo. „Mein Berater macht das alles, und was er mir in den kommenden Tagen dann erzählt, werde ich mir überlegen und dann auch eine Entscheidung treffen.“

Wittmann kündigte gleichwohl eine zeitnahe Entscheidung seines Klienten an. „Wenn er jetzt von der Nationalmannschaft zurückkommt, dann reden wir miteinander, dann sagt er uns: Er will den FC Bayern verlassen oder nicht.“ Allofs gab sich gestern zuversichtlich in der Königs-Personalie des Sommers. „Wir haben uns bemüht, unsere Chancen stehen nicht schlecht. Ich glaube, dass er mit seiner Entscheidung nicht bis zum 31. August wartet.“ Wobei der VfL namhafte Nebenbuhler aus ganz Europa haben soll.

Für die Wolfsburger würde der millionenschwere Gustavo-Transfer – die Ablöse soll bei rund 20 Millionen Euro liegen – ein schnelles Ende der neuen Bescheidenheit bedeuten, die die VfL-Macher in der Sommerpause angekündigt hatten. Zugleich wäre durch den Rekord-Deal die brasilianische Dreierachse mit Abwehrchef Naldo und Spielmacher Diego perfekt.

In München sieht der 26-Jährige unter Trainer Pep Guardiola kaum noch Einsatzchancen. „Ich bin bei den Bayern zurzeit in einer sehr heiklen Situation. Ich habe persönliche und berufliche Gründe, weggehen zu wollen“, hatte Luiz Gustavo vor dem Länderspiel gesagt. Vor allem mit Blick auf die Heim-WM der Brasilianer muss er regelmäßig spielen, hat beim Triple-Sieger mit Thiago gerade erst einen Neuerwerb vor die Nase gesetzt bekommen.

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