Pogatetz fix, Lakic fast

+
Auf zu neuen Ufern: Srdjan Lakic (r.) will sich künftig bei Eintracht Frankfurt durchsetzen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Eene, meene, meck, und du bis weg... Die Anstrengungen des neuen Managers Klaus Allofs hinsichtlich einer Kader-Diät beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg führen auf der Zielgeraden der Winter-Transferperiode häppchenweise zum Erfolg.

Die ersten Pfunde purzelten am Montagabend: Für Emanuel Pogatetz wird künftig Pfund die neue Währung, er wechselt bis Saisonende auf Leihbasis zu West Ham United. Der österreichische Innenverteidiger war am Sonntag nach London geflogen, am Montagabend vermeldete der Premier League-Club dann auf seiner Homepage Vollzug.

„Als ich gehört habe, dass West Ham mich will, war für mich klar, dass ich dort spielen will. Das ist ein Traditionsclub mit leidenschaftlichen Fans“, war Pogatetz happy. „Außerdem freue ich mich über die Chance, wieder in England spielen zu können. Das ist der Fußball, den ich liebe – ich habe es vermisst, auf der Insel zu spielen.“

Nur noch eine Formalie fehlt zum Transfer von VfL-Stürmer Srdjan Lakic zu Eintracht Frankfurt. Gestern Mittag durchlief der 29-Jährige beim Liga-Rivalen erfolgreich die sportmedizinische Untersuchung und wird bis 2014 ausgeliehen. Die Hessen sicherten sich zudem eine Kaufoption. Dass der Transfer noch nicht als fix vermeldet wurde, lag an einer fehlenden Unterschrift seitens des VfL. Diese gibt's heute. Genauso wie die erste Trainingseinheit von Lakic in Frankfurt – er wird beim Tabellenvierten das Trikot mit der Nummer 11 bekommen.

Damit endet dann ein langes Hin und Her zwischen den Parteien. Eintracht-Coach Armin Veh will den Kroaten schon länger auf Probe verpflichten, Lakic wäre lieber gerne verkauft worden, um nicht wie in Hoffenheim nur zum Kurz-Parker zu werden. Die Ausleihe für anderthalb Jahre stellt nunmehr einen Kompromiss dar.

Ebenfalls auf dem Sprung ist Rasmus Jönsson. Der junge Schwede kommt in Wolfsburg kaum zum Zug und soll für den Zweitligisten MSV Duisburg bis Saisonende stürmen.

Geplatzt ist hingegen der Wechsel von Ferhan Hasani zu Dinamo Zagreb. Was Allofs erstaunte bis empörte. Denn der mazedonische Mittelfeldspieler, der beim kroatischen Club eigentlich einen langfristigen Vertrag erhalten sollte, fiel durch den Medizincheck. Dabei hätte ihn die aktuelle Einblutung in der Wade nur kurz außer Gefecht gesetzt. Für Allofs nicht nachvollziehbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare