„Rückschritt“: Der Blick wandert nach unten

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Da ist die Wolfsburger Welt noch in Ordnung: Naldo (2. v. r.) köpft die Führung. Diese hielt allerdings nur zwei Minuten.

ib/dpa Wolfsburg. Es war nur ein ganz kurzer Moment der Orientierungslosigkeit. „Wo geht es denn hier am schnellsten nach unten?“, fragte der neue Wolfsburger Sportchef Klaus Allofs seinen Pressesprecher im Obergeschoss der VW-Arena. Unfreiwillig lieferte der im Spätherbst verpflichtete Manager mit seiner Suche des richtigen Weges ein Bild mit Symbolgehalt: So schnell und reibungslos funktioniert das alles nicht mit dem VfL-Neustart.

Die anfängliche Euphorie ist nach dem 1:1 gegen Augsburg zumindest bei den Fans schon wieder verflogen. Pfiffe für ein teures Team, das weiterhin fernab der eigenen Ansprüche festsitzt. „Das war zu wenig und ein Rückschritt“, bekannte Abwehrchef Naldo.

Allmählich dämmert den Verantwortlichen, dass es vielleicht nicht reichen könnte für einen Sofort-Aufschwung! „Es müssten schon viele Dinge zusammenkommen, um da oben nochmal reinzurutschen. Dabei sollte das Potenzial der Mannschaft größer sein, als gegen den Abstieg zu spielen“, haderte Allofs. Auch Coach Dieter Hecking nahm erst einmal Abstand von diesem Thema. „Wir sollten nicht vom Europapokal träumen, dafür muss man gewinnen. Wenn man das nicht tut, muss man nach unten schauen.“

Denn die Konkurrenz punktete fleißig. „Wir stehen unter Druck“, bekräftigte Naldo angesichts der Siege von Hoffenheim und des nächsten Gegners Fürth. Kapitän Diego Benaglio sagte: „Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

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