Fährt VfL auch Punkte ein?

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auch das zweite Heimspiel gegen den starken Neuling Hertha BSC Berlin gewinnen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin (Sonnabend, 15.30 Uhr) geht der erste Monat in der Fußball-Bundesliga zur Neige. Und die Profis des VfL Wolfsburg wollen nach der Partie nicht als dummer August dastehen.

Noch sei alles im grün(weiß)en Bereich, versicherten die Wölfe nach der zweiten Auswärtspleite in Mainz (0:2). Drei Punkte aus drei Spielen stellen eine eher magere Ausbeute für dar, doch die Aufbruchstimmung wollten sich die Wolfsburger dadurch nicht madig machen lassen. Was gefehlt hätte, wäre der eigene Führungstreffer gewesen. „Wir sollten unsere Mentalität jetzt nicht ändern, wir sind auf dem richtigen Weg“, befand Spielmacher Diego. „In den bisherigen drei Spielen sind uns bislang viele gute Dinge gelungen, jetzt wollen wir im nächsten Heimspiel gegen Hertha BSC auch wieder Punkte einfahren.”

Apropos einfahren: Das machten die VfLer ja am Dienstag bereits auf der VW-Teststrecke in Ehra-Lessien (das IK berichtete). Eine temporeiche Teambuilding-Maßnahme mit Rennfahrer-Legende Hans-Joachim Stuck und dem designierten Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier. „Es war der Wahnsinn, was die Fahrer aus den Autos herausgeholt haben“, staunte Torwart Diego Benaglio. Für die VfL-Fans wäre es auch der Wahnsinn, wenn ihre Mannschaft gegen den Aufsteiger aus der Hauptstadt wie schon beim 4:0 gegen Schalke ebenfalls das Maximum herauskitzelt. Hat der Verein doch viel vor. „ Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir allerdings unbedingt Konstanz reinbringen“, verlangt Trainer Dieter Hecking.

Die Berliner sind jedoch nicht unbedingt ein gern gesehener Gast in Wolfsburg. Von den vergangenen sieben Heimspielen gegen Hertha gewann der VfL gerade einmal eines. In den beiden Abstiegs-Jahren 2010 und 2012 triumphierte die alten Dame jeweils in der VW-Arena. Und ist obendrein nahezu ideal aus den Startlöchern gekommen. Mit sieben Zählern legte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay den besten Bundesliga-Auftakt aller Zeiten hin. Nicht einmal die medienwirksame Lolita-Affäre – mehrere Hertha-Profis sollen angeblich Sex mit einer 16-Jährigen gehabt haben – warf den vom Skandal tief getroffenen Club aus der Bahn, Berlin gewann 1:0 gegen Hamburg. „Wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft gefestigt sind“, sagte Luhukay.

Gleichwohl konnte sich der Aufstiegsmacher nicht wirklich über den Sieg freuen ob der Affäre: „Ich glaube, dass wir etwas Historisches fabriziert haben. Aber es spielt für mich überhaupt keine Rolle, dass wir aus den ersten drei Spielen sieben Punkte geholt haben.“

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