Chelsea? Rodriguez: „Ich bin hier, das ist wichtig“

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Schnuller-Alarm! Luiz Gustavos Jubel nach seinem Treffer.

ib Wolfsburg. Die Ampel sprang schon früh auf Gelb. Nicht einmal drei Minuten waren gegen Mainz 05 gespielt, da handelte sich Luiz Gustavo nach einem Scherenschlag gegen Christoph Moritz (er musste mit einer tiefen Risswunde an der Stirn im Krankenhaus genäht werden) die gelbe Karte ein. Schon wurden beim VfL Wolfsburg böse Erinnerungen wach.

Ans Hinspiel, als der Brasilianer vom Platz flog. An die Vorwoche mit langer Unterzahl auf Schalke. Oder an die dicke Akte von Gustavo (sechs Bundesliga-Platzverweise). Durch die Verwarnung hätte er sich nicht mehr viel erlauben dürfen, erklärte VfL-Manager Klaus Allofs und sah in Halbzeit eins daher einen gehemmten Ballverteiler.

Dieser sprach von einer „unglücklichen Szene“ und sendete einen Genesungsgruß an Moritz: „Es war keine Absicht. Ich habe ihn nicht gesehen und wünsche ihm gute Besserung.“ Durch die Vorbelastung sei es schwierig für ihn gewesen, bestätigte Gustavo. Spätestens nach seinem Tor zum 3:0-Endstand – das zweite im Wölfe-Dress – war der lähmende Einstieg vergessen.

Auch bei Ricardo Rodriguez. Der Linksverteidiger hatte seinem Team mit dem trocken verwandelten Elfmeter Starthilfe gegeben. Durch Diegos Abgang ist der Schweizer (21) nun Strafstoß-Schütze Nr. 1 beim VfL. „Ich habe das schon früher bei anderen Clubs immer gemacht“, so Rodriguez. „Ich entscheide mich immer am Schluss, schaue auf den Torwart.“

Nicht aber zum FC Chelsea. Dort soll Coach Jose Mourinho ein Auge auf den Flügelflitzer (schon vier Saisontore und neun Vorlagen) geworfen haben. Rodriguez’ ebenso trockener Kommentar: „Ich bin hier, das ist wichtig.“ Dass er trotz jungen Alters schon so viel Verantwortung übernehme, sei „sensationell“, meinte Coach Dieter Hecking. „Doch Richie ist noch nicht in der großen Verfassung der Hinrunde.“

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