Allofs genießt das nachträgliche Präsent

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Obenauf: Der VfL Wolfsburg (l. Ricardo Rodriguez) hielt das Kellerkind SC Freiburg (Gelson Fernandes) klein.

ib Freiburg. Das erste Mal in dieser Saison auswärts zu null, damit weiterhin die drittbeste Defensive hinter dem Topduo aus München und Leverkusen: Statistiken, die belegen, dass der VfL Wolfsburg unter Trainer Dieter Hecking offenbar zur langersehnten Stabilität gelangt ist. Doch trotz der schönen Momentaufnahme wollten die Verantwortlichen nach dem 3:0-Sieg in Freiburg nicht zu sehr in Euphorie verfallen.

Keine Frage hat der Club Ambitionen, unterstrich Hecking. „Nach den anderen Ergebnissen wollten wir auf den fünften Platz springen. Im Moment sieht es richtig gut aus, es wächst etwas zusammen.“ Doch genauso, wie er nach dem etwas enttäuschenden 1:1 gegen den Hamburger SV überzogene Erwartungen angeprangert hatte, trat der Herr der Wölfe auch gestern auf die Bremse. „Wir sollten aufpassen, dass wir jetzt nicht zu viel träumen.“

Das hatten seine Schützlinge womöglich auch beim Abschluss-Training am Sonnabend getan – angesichts der Lethargie hatte Hecking die Einheit kurzerhand abgebrochen. Den Wink hatten seine Angestellten offenbar verstanden und sich tags darauf weitaus agiler präsentiert. „Das war ein sehr guter Vortrag meiner Mannschaft. Die Spieler waren von der ersten Sekunde an voll da“, lobte Hecking.

Auf die Frage, ob der VfL denn nun sogar die fünf Punkte entfernten Plätze drei und vier ins Visier nehmen würde, geriet VfL-Manager Klaus Allofs dann aber doch etwas ins Stocken: „Das haben wir selbst gar nicht auf dem Plan. Wir wollen Punkte einsammeln und mittelfristig auf die internationalen Plätze. Da sind wir jetzt schon auf einem guten Weg.“ Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Für Allofs war der Auswärtssieg drei Tage nach seinem 57. Geburtstag ein nachträgliches Geschenk, das er „gerne annahm. Wir haben wieder eine andere Facette gezeigt und den Freiburgern gleich den Schwung genommen.“ Genau so hatte der Schlachtplan des VfL auch ausgesehen. Früh Fakten schaffen, damit Freiburg erst gar nicht seinen Vollgas-Fußball entwickeln kann. Der Manager strahlte: „Toll, dass wir mit so viel Überzeugung aufgetreten sind, nachdem wir in den zwei Spielen zuvor gefühlt Punkte haben liegen lassen.“

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