Fußball – Bundesliga: Nach Happy End in Augsburg nimmt VfL Kurs auf Europa

Oh du Fröhliche! Lucky Punch beschert Wölfen Platz fünf

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Machtlose Torhüter: Zunächst hatte Wolfsburg im letzten Bundesliga-Spiel 2018 Oberwasser und ging durch Josuha Guilavogui (Bild oben) sowie William mit 2:0 in Führung. Doch Augsburg glich durch Sergio Córdova zum 2:2 (Bild unten) aus. Nicht der Schlusspunkt.

dpa/ib Augsburg. Es schien fast so, als hätte der VfL Wolfsburg doch schon vorzeitig in den Weihnachtsmodus geschaltet.

Doch ganz am Ende einer nunmehr überragenden Hinrunde hatten die Wölfe am gestrigen Sonntag beim Auswärts-Ausklang gegen den FC Augsburg doch noch einen Pfeil im Köcher: Und der hieß Yannick Gerhardt. Mit seinem Lucky Punch in der 89. Minute zum 3:2-Erfolg bescherte der Mittelfeldspieler den Grün-Weißen nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle doch noch die Punkte 26 bis 28 und Platz fünf zur Winterpause in der Fußball-Bundesliga. Europapokal-Träume unterm Tannenbaum!.

So tanzten nach dem Jahres-Halali nicht die Puppenstädter. Sondern die Wölfe vor ihren wenigen mitgereisten Fans. Ekstase nach einem bemerkenswerten Jahresendspurt mit 16 von 18 Punkten. „Geil, in der 89. Minute noch so einen Konter zu machen. Die Emotionen sind danach noch einmal größer“, stimmte VfL-Torwart Koen Casteels innerlich schon einmal ein ‘Oh, du Fröhliche’ an und konstatierte: „Wir haben eine gute Hinrunde gespielt.“ Fast noch Understatement.

Augsburg indes wurde durch Gerhardts Genickbruch um ein großes Comeback gebracht. Denn Rani Khedira (49.) und der eingewechselte Angreifer Sergio Córdova (58.) belohnten das Team von Trainer Manuel Baum für das Aufbäumen in der zweiten Hälfte mit der zwischenzeitlichen Aufholjagd zum 2:2. „Das darf uns nicht passieren, dass wir uns so auskontern lassen kurz vor Schluss“, haderte André Hahn.

Dabei hatten die Gastgeber gegen Ende der ersten Halbzeit bereits Auflösungserscheinungen gezeigt. Wolfsburg hatte zurückhaltend und fehlerhaft begonnen, übernahm mit fortlaufender Dauer aber immer zielstrebiger und effektiver die Initiative im Augsburger Dauerregen. Nach zwei dicken Gelegenheiten durch Wout Weghorst, darunter einem Pfostenschuss (28.), brachte VfL-Kapitän Josuha Guilavogui sein Team wie schon beim Sieg zuvor gegen Stuttgart nach einem Eckball in Führung. Der VfL nun endgültig am Drücker und mit dem 0:2 durch William (41.).

FCA-Trainer Baum reagierte zur Pause auf die desaströse Vorstellung seiner Mannschaft. Er brachte in Cordova und Hahn zwei neue Offensivspieler. Eine Maßnahme mit Sofort-Wirkung: In nur 14 Minuten glich Augsburg aus. Die Wolfsburger Souveränität war dahin. Nach vorne kam nicht mehr viel vom Labbadia-Team. Erst gegen Ende der Partie berappelten sich die Gäste wieder und setzten doch noch den entscheidenden Nadelstich.

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