Friedrichs Rücken hält: Starkes Comeback

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Arne Friedrich (l.) war nach seinem tollen Comeback überglücklich.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Er spielte fast so, als wäre er nach seiner bärenstarken WM nie weg gewesen. Nach fünf Monaten Verletzungspause bestritt Nationalverteidiger Arne Friedrich am Sonnabend beim 1:1 gegen Bayern München ein beeindruckendes Bundesliga-Debüt im VfL-Dress.

Nahezu ein halbes Jahr außer Gefecht, dazu die Ungewissheit, wie der zuvor lädierte Rücken reagiert. „Alles wunderbar“, hob Friedrich nach seinem Comeback am Sonnabend den Daumen. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen nach der langen Leidenszeit.“ Keine Schmerzen, dazu der späte Punktgewinn gegen den Rekordmeister – der Hoffnungsträger bilanzierte zufrieden: „Ein gelungenes Debüt.“ Friedrich übernahm im Wolfsburger Abwehrherz sofort die Führungsrolle, dirigierte, scheute und verlor kaum einen Zweikampf. Von allen Teamkollegen gab’s viel Lob: „Ein super Spiel von Arne“, meinte Diego Benaglio stellvertretend. Der Rückkehrer selbst sieht aber noch Steigerungspotential. „Für 100 Prozent brauche ich noch ein bisschen. In den letzten 20 Minuten habe ich mit der Kraft gekämpft.“ Wie die anderen Wölfe auch wertete er die leidenschaftliche Leistung als ersten Schritt raus aus der Krise. „Man hat gesehen, dass alle dagegen gesteuert und gezeigt haben, dass sie wollen. Es ist eine Qualität, dass wir im Spiel geblieben sind.“ Von den VfL-Fans wurde Friedrich auf Anhieb gefeiert. Überhaupt spielten sich die Wölfe ein Stück weit zurück in ihre Herzen. Der 31-Jährige: „Wir haben das Publikum auf unsere Seite geholt.“Nun müssen sie es dort auch halten.

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