Fortsetzung nicht erwünscht

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Der Wendepunkt: Andreas Ivanschitz trifft für Mainz per Elfmeter zum 1:2. Fortan war die Verunsicherung beim VfL Wolfsburg greifbar.

Wolfsburg-Von Matthias Jansen. Das blanke Entsetzen! Viele Fans des VfL Wolfsburg mussten sich im Spiel gegen den FSV Mainz 05 wie in einem schlechten Horror-Streifen vorkommen. Und zwar im zweiten Teil!

Denn wie im Vorjahr beim 3:4 (3:1) verspielten die Wölfe wieder einen scheinbar sicheren Vorsprung und mussten froh sein, mit dem 2:2 (2:0) noch einen Punkt gerettet zu haben.

Die Führung der Grün-Weißen durch Mario Mandzukic (10.) und ein Eigentor von Jan Kirchhoff (41.) glichen Andreas Ivanschitz (70.) und der eingewechselte Maxim Choupo-Moting (81.) vor 24 321 Zuschauern noch aus.

„Ich habe extra in der Halbzeit darauf hingearbeitet, dass so etwas wie im letzten Jahr nicht noch einmal passiert“, sagte ein etwas ratloser VfL-Trainer Felix Magath.

Vergeblich! Vom Selbstvertrauen der 2:0-Führung war nach der Pause nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil! „Es war, als ob jemand bei uns den Schalter ausgemacht hätte“, meinte Hasan Salihamidzic.

 Während bei den Gastgebern das Licht ausging und das Grauen für die Fans begann, starteten die Gäste mit neuem Schwung, um den Rückstand noch aufzuholen. „Wir wollten bei einem direkten Konkurrenten nicht verlieren. Uns war klar, dass in Wolfsburg immer etwas möglich ist“, strahlte der Mainzer Mittelfeld-Motor Andreas Ivanschitz, der nervenstark als Gefoulter selbst den Elfmeter zum 1:2 verwandelte.

Mainz startete die Schluss-Offensive, Wolfsburg zog sich weiter zurück. „Nach dem Anschlusstreffer war die Verunsicherung greifbar“, analysierte Magath. Ohne sich das Geschehen erklären zu können.

Schließlich hätte die Partie gar nicht besser beginnen können. Mit zwei Geschenken hatte Mainz dem VfL scheinbar auf die Siegerstraße verholfen.

Mittendrin! Abwehrspieler Jan Kirchhoff, der kurzfristig für Bo Svensson (Adduktoren) in die Startelf gerückt war.

Beim 0:1 reagierte er auf einen Rückpass von Zdenek Pospech zu zaghaft. Mandzukic nahm den Ball auf, umkurvte den unglücklichen Kirchhoff und traf zur Führung. Den zweite Treffer musste er ganz auf seine Kappe nehmen, weil er einen Dejagah-Freistoß unglücklich ins eigene Tor abfälschte.

Letztlich blieben die beiden Missgeschicke für den Mainzer ohne Auswirkungen. Wie schwerwiegend der Kollektiv-Aussetzer für den VfL wiegt, werden die nächsten Wochen zeigen. „Wir müssen nun auch auswärts mal was reißen“, fordert Salihamidzic, damit Wolfsburg nicht ganz in den Keller abrutscht. In Bremen wird dann Makoto Hasebe fehlen, der die Gelb-Rote Karte (85.) sah.

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