Fußball – Bundesliga: Elfer-Fehlschütze Arnold dankt Uduokhai für den geretteten Punkt

„Er ist fast zehn Meter groß...“

Groß wie ein Baum: Felix Uduokhai (l.) bejubelt in der Nachspielzeit seinen ersten Bundesliga-Treffer zum 1:1 gegen Hoffenheim. Foto: dpa
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Groß wie ein Baum: Felix Uduokhai (l.) bejubelt in der Nachspielzeit seinen ersten Bundesliga-Treffer zum 1:1 gegen Hoffenheim.
  • Ingo Barrenscheen
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ib Wolfsburg. Immerhin: Den Humor hatte Maximilian Arnold nicht eingebüßt trotz seines verschossenen Foulelfmeters gestern Abend gegen die TSG 1899 Hoffenheim aus der elften Spielminute.

Abwehrhüne Felix Uduokhai rettete dem Eigengewächs des VfL Wolfsburg mit seinem späten Kopfballtreffer gewissermaßen noch den Allerwertesten. Auf den Ausgleich angesprochen, unkte Arnold: „Felix ist gefühlt fast zehn Meter groß – irgendwann muss er ja mal einen reinköpfen. . . “.

Ihm selbst war aus elf Metern das große Glück versagt geblieben. Der 23-Jährige visierte, durchaus scharf geschossen, die Tormitte bei seinem Strafstoß an und scheiterte an der Fußreflexzonen-Parade von Hoffenheims Keeper Oliver Baumann. Manager Olaf Rebbe nahm den Spieler in Schutz: „Maxi ärgert sich selbst am meisten, er wollte es gut machen. Aber Baumann kriegt den Fuß noch hoch.“ Klar sei dieser Fehlschuss für ihn persönlich ärgerlich gewesen, gab Arnold zu. „Aber viel schlimmer ist, dass ich dem Team nicht helfen konnte. Wenn wir 1:0 in Führung gehen, läuft das Spiel anders“, war sich Wolfsburgs Sechser sicher. Der U21-Europameister will sich davon aber nicht unterkriegen lassen: „Ich hake das Ding ab. Wenn wir wieder einen Elfmeter haben, schieße ich wieder“, sagte er trotzig.

Apropos trotzig. So präsentieren sich die Wölfe seit Wochen auch im Kollektiv, stecken immer wieder Rückstände weg. 0:2 in München – aufgeholt! Zwei Rückstände in Leverkusen – aufgeholt! Nun gestern das Hintertreffen gegen die Nagelsmänner – aufgeholt! „Wir wissen, dass wir immer wieder zurückkommen können. Das haben wir bewiesen“, unterstrich Arnold. Doch er würde sich zu gerne auch mal den umgekehrten Fall wünschen. „Eine Führung wäre mal ganz schön“, hegt Wolfsburgs Nummer 27 einen (frommen) Wunsch. Aber auch in diesem Punkt gibt er sich kampfeslustig. „Das wird kommen. Wir sind im Stande, Offensivfußball zu spielen.“

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