Experiment Hleb scheitert!

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Ein Missverständnis: Im Sommer stellte VfL-Coach Felix Magath den Weissrussen Alexander Hleb als Hoffnungsträger für die Mittelfeldzentrale vor, nun trennen sich die Wege wieder.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Doswidanja! Das Experiment mit Alexander Hleb beim VfL Wolfsburg ist gescheitert. Der Fußball-Bundesligist wird den bis zum Jahresende laufenden Leihvertrag mit dem dauerverletzten Weissrussen nicht verlängern. Damit hat das große Winter-Ausmisten von Felix Magath begonnen.

Insgeheim hatte der Wölfe-Coach gehofft, dass Hleb die Spielmacher-Lücke des zu Saisonbeginn geschassten Diego schließen könne. Doch der 30-Jährige wurde bereits mit der Vorbelastung einer Meniskus-OP verpflichtet, benötigte lange, um ansatzweise fit zu werden. So brachte es der Kreativkopf auf gerade einmal vier Spiele im grün-weißen Dress – nur eines von Beginn an (2:3 gegen Berlin).

Auch am vergangenen Wochenende fehlte Hleb aufgrund muskulärer Probleme im Auswärtsspiel bei Werder Bremen und wird auch gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart am kommenden Sonnabend nicht mehr auflaufen. Selbst individuelle Einheiten sind augenblicklich nur sehr eingeschränkt möglich. Der Mittelfeldspieler befindet sich derzeit in München, um den Ursachen der hartnäckigen Muskelprobleme auf die Schliche zu kommen.

Eine weitere Zusammenarbeit kam für Magath deshalb nicht in Frage. „Das ist sehr bedauerlich. Ich hätte Alex Hleb gerne verpflichtet und die Option gezogen, aber die erneuten verletzungsbedingten Probleme lassen das nicht zu. In einer 100-prozentigen Verfassung hätte er uns mit seiner fußballerischen Qualität sicherlich weitergeholfen.“ Besagte Vollwertigkeit erreichte der Weissrusse in Wolfsburg zu keiner Sekunde. Deshalb sei man sich einig, „dass die Zusammenarbeit aus dem genannten Grund nicht weitergeführt wird.“

Auch Hleb selbst zeigte sich enttäuscht: „Ich war auf einem sehr guten Weg, wieder richtig fit zu werden und an meine alte Form anzuknüpfen. Dieser Rückschlag trifft mich natürlich hart, weil ich mir hier in Deutschland viel vorgenommen habe.“

Wohl oder übel muss der leidgeprüfte Profi nun zurück zu seinem Klub FC Barcelona, wo er allerdings ebenfalls nicht mehr erwünscht ist. Zukunfts-Zweifel plagen Hleb deshalb aber nicht. Er gibt sich trotzig: „Die Feiertage und die Winterpause werde ich intensiv nutzen, um mit einem gezielten Aufbautraining meinen muskulären Probleme entgegenzuwirken und im Januar wieder voll einzusteigen.“ Immerhin gute Vorsätze fürs neue Jahr...

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