Fußball – Bundesliga: Daniel Didavis Einsatz stand bis zuletzt auf der Kippe

Erst verletzt, dann Matchwinner

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Am Ende hatte nur einer Grund zum Lachen: VfL-Trainer Bruno Labbadia (l.) beim Smalltalk mit dem Kollegen Christian Streich.

dpa/ct Freiburg. Nach dem ersten Sieg seiner bald siebenwöchigen Amtszeit beim VfL Wolfsburg war Bruno Labbadia rundum zufrieden.

Mit dem 2:0 (1:0) beim SC Freiburg, mit dem Auftritt seiner Mannschaft und vor allem damit, Doppeltorschütze Daniel Didavi überhaupt mit in den Breisgau genommen zu haben.

Noch am Freitag konnte die Nummer Elf des VfL wegen Problemen an den Adduktoren gar nicht trainieren. „Die Richtung ging eher nach unten als nach oben. Ich habe lange mit ihm gesprochen“, berichtete Labbadia am Samstag. „Ich gebe einen Spieler erst auf, wenn er hundertprozentig nicht kann. Ich denke, die Ärzte haben gute Arbeit bei ihm geleistet.“

Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffnete Didavi den Wölfen mit seinem Doppelpack eine gute Perspektive. Auf den 1. FSV Mainz 05 und den Relegationsplatz sind es nun zwei Punkte Vorsprung, auf den SC Freiburg und Rang 14 fehlt nur noch ein Zähler.

Die Hoffnungen der Wölfe auf ein erneut gutes Ende der nächsten schwierigen Saison sind wieder größer geworden und ruhen dabei auch auf Didavi. „Daniel ist einer unserer drei permanenten Torschützen. Es war keine leichte Zeit für ihn, er hat sich heute freigeschossen“, lobte Sportdirektor Olaf Rebbe.

Von Labbadia gab es für Didavi nach dem Schlusspfiff ein paar nette Extraworte. „Ich habe gesagt, dass ich es ihm besonders gegönnt habe, weil ich weiß, dass er großen Aufwand betreibt“, berichtete der Coach nach seinem ersten Sieg mit dem VfL. „Zuletzt war er aber einfach nicht so im Tritt und hat sich deswegen einen Kopf gemacht. Das ist jetzt hoffentlich eine Befreiung, wir brauchen seine Tore.“

„Ich habe ein bisschen zentraler gespielt, das liegt mir“, sagte Didavi selbst. „Fußball ist so einfach, Fußball ist aber auch so kompliziert.“ Typen wie er, der nach zwei Spielen ohne Startelfeinsatz ebenfalls in die Startelf beorderte Yunus Malli oder der eingewechselte Vorlagengeber Origi bräuchten einen freien Kopf, um Leistung bringen zu können.

Mit mutigen Ansagen hielt sich Didavi zurück: „Klar wollen wir nachlegen. Aber es bringt auch nichts, wenn ich sage, das war jetzt der Knotenlöser. Die drei Punkte waren wichtig. Aber es hat sich nichts an der Situation geändert.“

Das Selbstvertrauen aus der Partie beim SC Freiburg dürfte den Offensivspieler beflügeln. Gerade gegen Augsburg, Hamburg und Köln wird es auch auf seine Tore ankommen.

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