Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg beendet Durststrecke mit 3:0-Sieg / Ismaël zum Chef befördert

Endlich! Wölfe beißen wieder zu

Die Profis des VfL Wolfsburg (2. von links Mario Gomez) trotzten dem strömenden Regen in Freiburg und durften beim 3:0 über den SC endlich mal wieder einen Bundesliga-Sieg bejubeln. Foto: dpa
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Die Profis des VfL Wolfsburg (2. von links Mario Gomez) trotzten dem strömenden Regen in Freiburg und durften beim 3:0 über den SC endlich mal wieder einen Bundesliga-Sieg bejubeln.
  • VonAndreas Arens
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dpa/ar Freiburg. Es geht doch! Mit einem 3:0 (1:0)-Auswärtssieg beim SC Freiburg hat Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg seine Sieglos-Serie in der deutschen Eliteklasse beendet.

Mit zwei Toren wurde Nationalstürmer Mario Gomez zum Matchwinner und durchbrach damit gleich noch eine zweite Serie. Die Freiburger hatten zuvor saisonübergreifend zehn Heimspiele in Folge gewonnen.

Mit seinem 26. Doppelpack seiner Bundesliga-Laufbahn könnte Gomez auch entscheidenden Anteil an Trainer-Entscheidung bei den Wölfen gehabt haben. Interims-Coach Valérien Ismaël wurde gestern Vormittag endgültig zum Cheftrainer berufen. „Wir haben die Gesamtsituation gemeinsam analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Valérien Ismaël der richtige Cheftrainer für den VfL Wolfsburg ist. Die gründliche Prüfung aller Alternativen hat gezeigt, dass dies die beste Lösung für uns darstellt. Diese Entscheidung haben wir aus voller Überzeugung getroffen“, teilte VfL-Manager Klaus Allofs mit.

Zuvor hatten die Spieler schon eindeutig Stellung für Ismaël bezogen. Nach dem 3:0 durch Ricardo Rodriguez per Foulelfmeter rannte das Wölfe-Rudel geschlossen zur Bank, um mit ihrem Coach zu feiern. Nach über zwei Monaten – der letzte Dreier datiert vom 27. August (2:0-Sieg in Augsburg) – durften die Wolfsburger mal wieder einen Sieg bejubeln. Dazwischen lagen acht müde Kicks und viele Wochen Tristesse. Trist war in Freiburg nur das Wetter. Zumindest aus VfL-Sicht.

Zwar hatten die Gastgeber mit einem Schuss von Vincenzo Grifo die erste Torchance (2.), dann übernahmen bei strömendem Regen jedoch die Wölfe das Kommando. Die beste Gelegenheit vergab Gomez (16.). Die aggressiv auftretenden Gäste setzten Freiburg immer wieder unter Druck, der SC hielt mit gefährlichen Kontern dagegen. Grifo vergab aber erneut in aussichtsreicher Position (21.). Als Wolfsburg zwischenzeitlich etwas schwächelte, zeigte Gomez seine Klasse: Nach einem Eckball von Rodriguez traf er in klassischer Mittelstürmer-Manier unhaltbar per Kopf (41.).

Im Unterschied zum 1:2 gegen Bayer Leverkusen, als der VfL nach der Pause einbrach, hielt er Einsatz und Tempo dieses Mal hoch. Nach einem Pass von Christian Träsch war erneut Gomez zur Stelle. Kalt wie Hundeschnauze schloss der Sturmführer der Wölfe zum 2:0 ab. Es war sein vierter Pflichtspieltreffer für den VfL. Zwar blieb Freiburg in der Folge gefährlich, doch als der eingewechselte Daniel Didavi bei seinem Comeback im Strafraum von Christian Günter unfair gestoppt wurde, verwandelte Rodriguez sicher zum 3:0-Endstand (86.).

Damit war der Sieg für die Wolfsburger, die ohne die verletzten Julian Draxler (Muskelfaserriss) und Robin Knoche (Oberschenkelzerrung) auskommen mussten, in Sack und Tüten. Schon vor dem Spiel hatte es positive Nachrichten für die Wölfe gegeben: Jeffrey Bruma nahm nach einer Rotsperre wieder seinen Platz in der Innenverteidigung ein, auf der rechten Abwehrseite kehrte Träsch nach einer Sprunggelenksverletzung auf den Platz zurück. Zudem stand Regisseur Didavi erstmals nach einer Knieverletzung Mitte September wieder im Kader.

Nach dem Sieg und der Trainer-Entscheidung scheint nun also wieder Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Ismaël wollte das alles aber nicht überbewertet wissen: „Wir sind aber noch weit weg von 100 Prozent. Das ist ein langer Weg.“

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