Endlich wieder ein Heimsieg!

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Oh, wie ist das schön! Das 3:1 gegen Mönchengladbach und das Ende der Heim-Durststrecke löste beim VfL (Diego, Ivica Olic, Maximilian Arnold und Makoto Hasebe) befreienden Jubel aus.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Der Bann ist gebrochen. Nach sechs erfolglosen Versuchen und insgesamt 99 Tagen gelang dem VfL Wolfsburg wieder ein Heimsieg in der Fußball-Bundesliga. Maximilian Arnold (34.), Ivica Olic (61.) und Diego (75.) markierten in der mit 30 000 Zuschauern ausverkauften VW-Arena die VfL-Tore zum 3:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach.

Das Kribbeln, endlich den dritten Heimsieg der Saison schaffen zu können, war schon vor dem Anpfiff zu spüren, verriet Stürmer Olic. „Ich hatte das Gefühl. Nicht nur bei den Spielern, sondern in der ganzen Abteilung wurde gesagt, heute gewinnen wir.“

Zu Beginn der Partie entstand aber eher der Eindruck, das Kribbeln bei den Wölfen würde auf eingeschlafene Füße hindeuten. Havard Nordtveit (2.), Patrick Herrmann (4.) und der Ex-Wolfsburger Mike Hanke (5.) hätten die Gäste in den ersten Minuten in Führung schießen müssen.

 „Für uns war der Anstoß heute erst um 15.45 Uhr und nicht um 15.30 Uhr. Wir haben viel über positive Lockerheit gesprochen. Anfangs war bei uns nur die Lockerheit“, scherzte VfL-Manager Klaus Allofs angesichts der schwachen Anfangsphase der Grün-Weißen.

Doch die Hausherren fingen sich, arbeiteten sich wie so oft in dieser Saison ins Spiel zurück. „Wir haben uns in die Partie hineingebissen, unsere Kombinationen wurden flüssiger und bei Ballbesitz wurden wir immer sicherer“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking, der sich in der 34. Minute über die „verdiente Führung“ freuen durfte.

Talent Maximilian Arnold traf – unter Mithilfe von Mönchengladbachs Roel Brouwers – zum 1:0. „Ich bin froh, dass er den Ball so abgefälscht hat“, gestand der nun dreifache Torschütze, dass sein Versuch nicht unbedingt im Tor gelandet wäre.

Nach der Pause konzentrierten sich die Gastgeber zunächst auf die Abwehrarbeit und erlaubten sich wie zu Beginn des Spiels Fehler. Peniel Mlapa (52.) setzte sich nach einem Steilpass gegen Naldo durch und glich aus.

„Anders als zuletzt haben wir nicht den Faden verloren. Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn sie hat mit klarem Zweikampfverhalten und klarem Spiel nach vorne eine gute Reaktion gezeigt“, lobte Hecking.

Im Zusammenspiel sorgten Olic und Diego mit den Toren zwei und drei für die Entscheidung. Die VfL-Fans feierten nach langer Durststrecke wieder daheim ihre Mannschaft. Nicht nur die Spieler dürfte nach den 90 Minuten ein wohliges Kribbeln gespürt haben.

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