Fußball – Europa League: VfL Wolfsburg startet gegen PFK Olexandrija

„Endlich wieder im Europapokal!“

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Fünfter nach vier Liga-Spielen: Während die Wölfe nach zwei Remis zuletzt auf den fünften Platz der Bundesliga abgerutscht sind, ist Gegner Olexandrija derzeit mit zwölf Punkten nach sieben Partien Dritter der ukrainischen „Premjer-Liha“.

Wolfsburg – Selbst viele der größten Fußball-Freaks dürften zweimal hingeschaut haben, als der PFK Olexandrija dem VfL Wolfsburg in die Europa League-Gruppe zugelost wurde. Trotz der Unbekanntheit sind die ukrainischen Fußball-Exoten nicht zu unterschätzen.

VfL-Coach Oliver Glasner warnt dringlichst vor dem heutigen Gegner, der erstmals in der Europa League-Gruppenphase startet. Los geht das Spiel um 21 Uhr in der Volkswagen-Arena.

Europa? Letztmals 2016

So ärgerlich das 1:1-Unentschieden jüngst bei Fortuna Düsseldorf war, desto größer ist die Vorfreude auf den Start in Europa. Das letzte Spiel in einem europäischen Wettbewerb absolvierte Wolfsburg im April 2016, schied damals im Viertelfinale der Champions-League mit 0:3 beim späteren Sieger Real Madrid aus.

Ungemütliche Ukrainer

Die Sehnsucht nach Europa ist riesig – und diese wird heute Abend gestillt! „Wir haben ein Jahr dafür gearbeitet, endlich wieder im Europapokal spielen zu können. Es ist ein Bonus, dass wir dort antreten können. Alle Spieler freuen sich auf das Spiel“, betont VfL-Offensivmann Admir Mehmedi. Er selbst kennt sich mit dem ukrainischen Fußball aus, spielte von 2012 bis 2013 für Dynamo Kiew. „Die Liga ist nicht mit der Bundesliga zu vergleichen. Viele Mannschaften haben, als ich in Kiew gespielt habe, auf Konter gespielt und sehr robust agiert. Es ist sehr unangenehm, gegen diese Mannschaften zu spielen“, berichtet der Schweizer.

Selbiges erwartet auch VfL-Trainer Oliver Glasner von Olexandrija. Wenn man hinter Schachtjor Donezk und Dynamo Kiew Dritter wird, „dann hat das was zu sagen“. Glasner erwarte eine Mannschaft, die „sehr aggressiv spielt und versucht, blitzschnell umzuschalten“.

Marktwertvergleich

Vergleicht man die Marktwerte beider Teams, gehen die Wölfe als klarer Favorit ins Rennen. Während der Wert des VfL-Kaders auf rund 225 Millionen Euro taxiert wird, liegt der der Ost-Europäer bei rund elf Millionen Euro. Davon darf man sich aber keineswegs blenden lassen, schon oft genug taten sich deutsche Mannschaften gegen Klubs aus der Ukraine schwer.

Wolfsburger Personal

Alle Spieler, die gegen Fortuna Düsseldorf einsatzbereit waren, werden auch zum Gruppenauftakt spielen können. Mit den verletzten Spielern rechnet Glasner erst nach der Länderspielpause im Oktober wieder. Dazu zählt Innenverteidiger John Antony Brooks, der wohl erneut von Marcel Tisserand ersetzt wird.

VON ROUVEN PETER

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