Fußball – Bundesliga: VfL zeigt Moral in Unterzahl / Fan-Proteste beim Training

„Am Ende steht das nackte Ergebnis“

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Ein historischer Moment ohne Happy End: Das 1000. Bundesliga-Tor des VfL Wolfsburg durch Mario Gomez war nur eine kleine Randnotiz. Viel mehr stand die erneut dürftige Vorstellung des VfL im Vordergrund, die auch der Torschütze kritisierte.

mth Darmstadt. Erst hat man kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu. Wenn sich dann auch noch Unvermögen dazugesellt, kann man kein Spiel in der Fußball-Bundesliga gewinnen. Die Fehlerquote beim VfL Wolfsburg war beim 1:3 (0:1) beim SV Darmstadt 98 schlichtweg zu hoch.

Der größte Patzer hatte auch den größten Einfluss auf den Ausgang der Partie. Die VfL-Fan-Seele brodelt nach der weiteren Pleite mächtig.

Knapp 100 Anhänger ließen gestern beim obligatorischen Sonntagstraining ihren Unmut auf großen Plakaten deutlich werden. „Für Wolfsburg zu spielen, bedeutet mehr, als nur Millionen zu kassieren“ stand beispielsweise auf einem Banner. Ein klares Zeichen der Fans: Das Maß ist voll!

Der fatale Fauxpas-Fehlpass von VfL-Innenverteidiger Jeffrey Bruma, der ihn zur Notbremse zwang und frühzeitig unter die Dusche beförderte, war auch gestern sicherlich noch Thema auf dem VfL-Trainingsplatz. „Dass direkt danach der Freistoß auch noch reingeht, wir so doppelt bestraft werden, war nicht einfach zu verarbeiten“, stöhnte Linksverteidiger Marcel Schäfer nach dem Spiel am Sonnabend. Torschütze Mario Gomez legte den Finger schonungslos in die Wolfsburg-Wunde: „Wir waren zu lethargisch und behäbig.“ Dem VfL habe der Mut gefehlt, den Ball in die Spitze zu spielen, das Team habe zu viel und zu langsam hintenrum gespielt. „Dadurch passieren dann Fehler wie vor dem 0:1“, kritisierte der Nationalstürmer. Dem ohnehin angekratzten Selbstbewusstsein wurde so der nächste Tiefschlag verpasst.

Im VfL-Lager war man von der Reaktion der Mannschaft nach dem Platzverweis durchaus angetan. Doch Innenverteidiger Robin Knoche brachte es auf den Punkt: „Am Ende steht da das nackte Ergebnis.“ Und das ist mit 1:3 deutlich ausgefallen. Auch Schäfer lobte die Moral, die sein Team trotz der Unterzahl zeigte, vergaß aber nicht, worauf es in der Bundesliga ankommt: Ergebnisse. „Letztlich hilft das alles nichts. Du hast 1:3 verloren und das ist in unserer Situation einfach schlecht.“ Die sonst eher wohlgesonnenen VfL-Fans quittierten die erneute Niederlage auf ihre Art und Weise.

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