Spagat

Emotionaler

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Der einzige Schönheitsfleck eines überragenden Abends: Bayerns Juan Bernat erzielte das zwischenzeitliche 3:1. Fotos: dpa

ib Wolfsburg. Selten war ein Wolfsburger Spiel in der Fußball-Bundesliga derart gefühlsbeladen wie der gestrige Abend. Gänsehaut vor, im und nach dem Paukenschlag gegen Bayern München. Dem ersten Auftritt nach dem Tod von Junior Malanda.

Die vergangenen Wochen und auch die Minuten vor dem Anpfiff seien „unglaublich hart“ gewesen, erklärte VfL-Kapitän Diego Benaglio. So mitreißend die Choreographie der Fans für ihren verstorbenen Liebling auch war – er riss die Wölfe auch noch einmal kurz in die traurige Vergangenheit zurück. „Ich habe mit den Tränen gekämpft“, gab Maximilian Arnold zu. Auch Bas Dost empfand den Moment als „sehr schwer“.

Andererseits hätte die Applaus-Andacht das Team aber auch „gepuscht“, betonte Arnold. „Die ganze Mannschaft war überragend.“ Eine Meinung, mit er beileibe nicht allein dastand. Auch Dost empfand das 4:1 als „Super-Gefühl“ nach den Dauer-Enttäuschungen gegen den Rekordmeister. Sein 2:0 in den Winkel sei ein „Riesen-Tor“ gewesen, grinste der Sturm-Schlaks. „Ich wollte erst nach vorne laufen und köpfen, hab’ aber spekuliert und gedacht: Scheiß drauf, ich schieße.“

Das Träumen fangen sie in Wolfsburg nun aber nicht an, unterstrich Arnold. Seinen Flachs („Jetzt holen wir uns noch die Meisterschaft. Das ist eine Kampfansage an Bayern“) tat er schnell mit einem Grinsen ab. „So optimistisch sind wir dann doch nicht.“

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