„Eintagsfliege“ Olic widerlegt Gerüchte

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Fingerzeig: Wolfsburgs Ivica Olic traf in Leverkusen zum zweiten Mal in Folge und rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers.

mj Wolfsburg. Marica, Jelen, Pantelic? Olic! Auf die neuesten Gerüchte, dass der VfL Wolfsburg noch nach einem Stürmer suchen würde, gab Ivica Olic beim 1:3 (1:1) in Leverkusen die richtige Antwort. Der 34-Jährige erzielte an seinem Geburtstag das Tor der Wölfe, traf im zweiten Spiel in Folge.

Er „fühle sich in jedem Jahr besser“, hatte der routinierte Kroate – im Gefühl, „eine super Vorbereitung“ hinter sich zu haben – bereits zu Saisonbeginn geäußert. Und das obwohl die Torerfolge anfangs noch ausblieben und die Kritik an seiner Spielweise laut wurde. „Die Vorzüge von Ivica sind nicht, dass er nur im Strafraum steht und wartet, dass ihm die Bälle hinfallen“, nahm Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking seinen Angreifer in Schutz.

Dass mit dem verletzten Bas Dost und dem bundesliga-unerfahrenen Stefan Kutschke nur noch zwei weitere Angreifer im VfL-Kader stehen, ist anscheinend in Wolfsburg kein großes Thema. Es würde nur gehandelt, falls es einen Angreifer auf dem Markt gäbe, der die Mannschaft besser machen würde, sagen Trainer Hecking und Manager Klaus Allofs.

Da die Grün-Weißen in ihrem 4-2-3-1-System nur einen Angreifer aufbieten, müsste der Neuzugang schon besser als Olic sein. Und das, so meint Hecking, könnte nun schwierig werden. „Stürmer sind diese Eintagsfliegen. Sie treffen alles oder sie treffen nichts.“ Für Olic gilt scheinbar wieder Ersteres.

Als Eintagsfliege im Heckingschen Sinne entpuppt sich bisher auch seine Mannschaft. „Wir wollten eine Heimmacht werden. Das haben wir vor der Saison gesagt. Leider haben wir es auswärts noch nicht geschafft. Daheim sind unsere Auftritte besser, auch vom Ergebnis her“, meinte Marcel Schäfer, der in Leverkusen erstmals von Beginn an spielte. Auch er wird sich wünschen, keine Eintagsfliege zu sein.

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