„Eine Riesenchance, weit zu kommen“

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Nach abgesessener Rotsperre darf Daniel Caligiuri (l.) im Viertelfinale des DFB-Pokals bei 1899 Hoffenheim wieder für den VfL Wolfsburg auflaufen. Auch Slobodan Medojevic ist wieder eine Alternative.

Wolfsburg - von Matthias Jansen. Das verflixte siebte Jahr!? Während es in Beziehung dann meist zu kriseln beginnt, hofft Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg auch im siebten Jahr auf den Fortbestand einer doch noch recht jungen Liebe. Die Wölfe, die am Mittwoch (19 Uhr) erst zum siebten Mal das Rendevous eines DFB-Pokal-Viertelfinales genießen dürfen, wollen sich bei der TSG 1899 Hoffenheim nur keine Abfuhr einhandeln.

„Wir haben eine Riesenchance, in diesem Wettbewerb weit zu kommen. Wer in einem Wettbewerb schon ein gutes Stück weit gekommen ist, der möchte nach Möglichkeit auch bis zum Ende mit dabei bleiben“, erklärte Trainer Dieter Hecking vor dem Duell der beiden Bundesligisten. Das Ziel – auch wenn die weitere Konkurrenz im Wettbewerb mit München, Leverkusen und Dortmund äußerst hochkarätig ist – bleibt das Endspiel am 17. Mai in Berlin.

Dass der Gegner Hoffenheim durchaus zu den leichteren Aufgaben im DFB-Pokal gehört, dürfe dabei den Blick aber nicht vernebeln. „Der Schlüssel wird es sein, dieses Spiel mit klarem Kopf anzugehen“, fordert Manager Klaus Allofs, der das Abschneiden im nationalen Pokal bei der Bewertung der Saison nicht außen vor lässt. „Wir alle sind topmotiviert, eine gute Saison zu spielen – dazu zählt auch der Pokal“, erklärt Allofs.

An die Hoffenheimer haben die Wölfe gute Erinnerungen. Nicht nur wegen des 2:1-Heimsieges in der Hinrunde, den Ivica Olic mit einem Doppelpack in vier Minuten sicher stellte. Sondern auch wegen der guten Bilanz in Hoffenheim. Bei fünf Gastspielen im Kraichgau gab es bereits drei Siege, darunter auch den 3:1-Erfolg, der 2011 am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte.

Ein Selbstgänger wird der Vergleich in der Runde der letzten acht Mannschaften deshalb aber nicht. „Die TSG ist eine Mannschaft, die taktisch gut geschult ist, die Tempofußball spielen kann, die gegen den Ball sehr engmaschig spielt“, schilderte Hecking die Vorzüge des nächsten Gegners, der dem VfL mit seiner Spielweise aber durchaus entgegenkommen könnte. Hoffenheim würde dem Gegner auch immer Chancen gestatten. „Diese Möglichkeiten müssen wir finden und für uns nutzen“, so Hecking.

Mithelfen darf auch Daniel Caligiuri, der zuletzt beim 3:0 gegen Mainz eine Rotsperre absaß. Slobodan Medojevic – zuletzt mit Oberschenkelbeschwerden angeschlagen – kehrt in den Wolfsburger Kader zurück. Verzichten muss Hecking nur auf die weiterhin verletzten Vieirinha und Jan Polak. Beide werden hoffen, dass es beim VfL nicht im vermeintlich verflixten siebten Jahr kriselt.

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