Fußball – Bundesliga: Weghorst und Guilavogui hadern mit dem Chancenwucher / Kurioser Beginn

„Ein Zähler ist für Europa einfach zu wenig“

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Sehr skurril: Nach 60 Sekunden mussten die Akteure beider Teams Ostereier vom Boden aufheben.

Wolfsburg – Eigentlich kann sich der VfL Wolfsburg nichts vorwerfen. Denn die Grün-Weißen hatten beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt gekämpft, gerackert und sich zahlreiche Möglichkeiten erspielt.

Dennoch trotteten die Spieler mit gesenkten Köpfen und traurigen Mienen Richtung Kabine. Der Grund: die magere Chancenverwertung. Fazit: Für den VfL Wolfsburg war mehr drin als nur der eine Punkt.

Wout Weghorst (hinten) war nicht zufrieden. 

So sah es nach Abpfiff auch Kapitän Josuha Guilavogui: „Der eine Zähler ist für Europa einfach zu wenig, wir hätten gewinnen müssen!“ Nur die letzten zehn Minuten betrachtet, können sich die Wölfe glücklich schätzen, nach dem Rückstand durch de Guzman noch zumindest ein Remis gerettet zu haben. Doch die gesamte Spieldauer betrachtet, hätte es die volle Ausbeute sein müssen. Zahlreiche Hochkaräter – unter anderem zwei Aluminiumtreffer – blieben ungenutzt. „Wir haben echt alles probiert, nur leider kein Glück im Abschluss gehabt“, seufzte Guilavogui, der direkt positiv nach vorne blickte. „Dann holen wir eben den Sieg gegen Hoffenheim am Sonntag.“ In die gleiche Kerbe schlug auch ein unglücklicher Wout Weghorst. „Wir waren eindeutig die bessere Mannschaft. Bei unseren vielen Möglichkeiten ist der Punkt dann einfach nicht genug.“

Insgesamt war es sowie ein sehr ei-genartiges Spiel. Gleich zu Beginn mussten die Spieler beider Lager erst einmal als Zeugwarte fungieren. Die Fans der Eintracht hatten Schokoladen-Ostereier auf das Spielfeld geworfen, welche die Akteure entfernen mussten, bevor es mit dem Spiel weitergehen konnte. Außerdem blieben die Fangesänge in den ersten 45 Minuten aus. Die Anhänger von Wolfsburg und Frankfurt protestierten gegen die Montagspartien in der Bundesliga. „Das war eine komische Partie. Vor allem weil die Stimmung ausblieb“, so VfL-Coach Bruno Labbadia.

VON JANNIS KLIMBURG

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