Fußball: VfL Wolfsburg nimmt Training samt seiner vier Neuzugänge auf / Diät für großen Kader?

„Ein Stück Bescheidenheit“ beim Neustart

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Wolfsburgs Spieler nahmen die Neuzugänge (wie hier Jeffrey Bruma/l. mit Daniel Ginczek) buchstäblich an die Hand.

ib Wolfsburg. Verordnen die Verantwortlichen dem Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg noch eine Diät?

Nicht dass Cheftrainer Bruno Labbadia und Geschäftsführer Jörg Schmadtke am gestrigen Sonntag beim Trainingsauftakt bei dem ein oder anderen Profi Urlaubs-Speck bemerkten – aber: Der Kader hat doch eine üppige Breite. Vor 500 Zuschauern nahmen 27 Spieler die Vorbereitung auf die neue Saison 2018/19 auf. Und dabei fehlten sogar noch sieben Akteure!.

Gut möglich also, dass Schmadtke nach der Verpflichtung der vier Neuzugänge Felix Klaus, Pavao Pervan, Wout Weghorst und Daniel Ginczek nun die Verschlankung vorantreibt. Denn mit zur gestrigen Trainingsgruppe bei strahlendem Sonnenschein zählten auch die zuletzt verliehenen Paul Seguin, Ismail Azzaoui, Marvin Stefaniak und Paul-Georges Ntep. Ob sie eine Zukunft bei der Umgestaltung der Wölfe haben – ungewiss. Zumal Schmadtke durchblicken ließ, dass weitere Verstärkungen nicht ausgeschlossen sind. „Wahrscheinlich nichts Großes mehr, aber wir haben schon noch die eine oder andere Idee.“

Neben den WM-Fahrern Koen Casteels (Belgien) und Jakub Blaszczykowski (Polen) fehlten zum Start der erkrankte William, der Anfang der Woche zurückerwartet wird, Victor Osimhen und Sebastian Jung (Aufbautraining nach Verletzungen), Kaylen Hinds (privat) sowie Nany Landry Dimata, dessen angedachte Ausleihe zum RSC Anderlecht noch in den Seilen hängt.

Nach der gut 90-minütigen Einheit äußerte sich die sportliche Führung auch zu den Zielen. „Nach zweimal Relegation streben wir in dieser Saison natürlich andere Tabellenregionen an“, unterstrich Schmadtke. Labbadia formulierte es etwas vorsichtiger, nachdem die Baustelle in der Offensive durch Weghorst und Ginczek vorerst geschlossen ist. „Dort musste etwas passieren. Jetzt müssen wir sehen, dass wir wieder in die Spur kommen. Grundsätzlich brauchen wir aber ein Stück Bescheidenheit nach zwei solchen Spielzeiten.“ Dass die VfL-Profis übrigens gestern loslegten, hatte einen Grund, wie Labbadia verriet. Der Verein hätte sich bewusst für einen Sonntag entschieden, „weil das familienfreundlicher ist“. Bleibt aus Fansicht nur zu hoffen, dass auch die Ergebnisse wieder freundlicher werden...

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