Effektiv, erfolgreich und Europa in Sicht

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Bekanntes Bild: Wolfsburg (Patrick Ochs/oben) jubelt nach dem Sieg über Stuttgart. Es war das achte Spiel in Serie ohne Pleite.

mj/dpa Wolfsburg. Europa, wir kommen! Nach dem 3:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart und acht Spielen in Serie ohne Niederlage wird Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg auf einem internationalen Startplatz überwintern. Und darf – bei nur drei Zählern Rückstand auf die Plätze drei und vier – sogar von der Champions League träumen. „Das ist ein Thema von außen. Wir sind noch nicht soweit“, wehrte VfL-Trainer Dieter Hecking entschieden ab.

Gegen die Schwaben hätte sein Team Schwerstarbeit abliefern müssen, erklärte der Herr der Wölfe, der sich nach Toren von Ricardo Rodriguez (38.), Diego (53.) und Ivan Perisic (78.) über die Zähler 27 bis 29 freuen durfte. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber unser Torwart hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Hecking Keeper Diego Benaglio.

Den konnte vor 25 501 Zuschauern nur Timo Werner (57.) überwinden. Bereits seit acht Jahren wartet Stuttgart inzwischen auf einen Sieg in Wolfsburg. Der VfB überwintert nach der dritten Pleite aus den vergangenen vier Spielen im Niemandsland der Tabelle. „Wenn man das Ergebnis so nackt sieht, denkt man, es war eine glatte Geschichte“, meinte VfB-Sportvorstand Fredi Bobic. Der ehemalige Torjäger ärgerte sich über die fehlende Effektivität bei den Schwaben. Im Gegensatz zu den Wolfsburgern. „Wir kriegen im Endeffekt zwei Krücken ins Tor“, meinte Bobic.

Der VfL könnte in der kommenden Woche bei Borussia Mönchengladbach die erfolgreichste Bundesliga-Hinrunde der Club-Geschichte perfekt machen. Die Erfolgsserie war den Niedersachsen gegen Stuttgart auch deutlich anzumerken. Mit viel Selbstbewusstsein spielte der VfL souverän auf und drückte Stuttgart in die Defensive. Maximilian Arnold (6.) und Daniel Caligiuri (10.) vergaben gute Chancen. Die verdiente Führung fiel durch einen kuriosen Rodriguez-Freistoß. Die Hereingabe des Schweizers erreichte niemand im Strafraum und auch Ulreich blickte dem Ball verdutzt hinterher.

Zuvor hatte der VfB Pech bei einer kniffligen Entscheidung: Jungstar Werner hatte Wolfsburgs Benaglio bereits überwunden. Innenverteidiger Robin Knoche erwischte den Ball aber in den Augen des Schiedsrichtergespanns rechtzeitig. Auch die TV-Bilder konnten nicht klären, ob der Ball die Linie komplett überquert hatte. Einen direkten Freistoß von Diego fälschte Gäste-Kapitän Christian Gentner nach der Pause unglücklich zum 0:2 ab. Nur vier Minuten später stellte der starke Werner den alten Abstand wieder her.

Das war die Initialzündung zum Endspurt der Schwaben. Stuttgart wurde stärker und Wolfsburg nervöser. Die große Chance zum Ausgleich vergab Werner alleine gegen den glänzend parierenden Benaglio (74.). Auch drei Minuten später lenkte der Wolfsburger Torhüter einen Gentner-Schuss bravourös zur Ecke.

Im Gegenzug sorgte der eingewechselte Perisic für die Entscheidung und erlöste die glücklicheren Wolfsburger.

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