Dzeko überholt Klimowicz

Die neue Nummer eins unter den VfL-Torschützen: Edin Dzeko hat Diego Klimowicz in der Bestenliste überholt und hat gegen Mainz die Tore 58 und 59 erzielt.

Wolfsburg - Von Arek Marud . Es war nicht nur eine historische Niederlage, sondern auch ein historischer Doppelpack: Dank seiner zwei Tore bei der 3:4-Pleite gegen den FSV Mainz 05 schwang sich Edin Dzeko zum erfolgreichsten Torschützen des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg auf.

Mit den beiden Treffern aus der 23. und 29. Minute stahl der amtierende Torschützenkönig Neuzugang Diego zunächst die Show und bescherte dem VfL eine 2:0-Führung. Dank der Treffer 58 und 59 überholte Dzeko Diego Klimowicz in der Ewigenliste. Der Argentinier hielt den Bestwert mit 57 Treffern, brauchte jedoch sechs Jahre und 149 Bundesligaspiele für diesen Höchstwert. Nur drei Jahre und lediglich 96 Partien absolvierte Dzeko, um zum Torjäger Nummer eins aufzusteigen. "Das ist eine super Sache für Edin. Keine Frage, das hat er sich verdient", sagte Teamkollege Sascha Riether und sieht noch lange kein Ende der Torflut in Sicht. "Ich würde mal sagen, die Chancen stehen gut, dass er seinen Rekord noch weiter ausbauen wird." Bei der momentanen Verfassung der Hintermannschaft kann Dzeko allein nichts ausrichten. "Wir müssen uns verbessern, es gibt viel zu tun", fand Diego nach seinem Glanz-Comeback vor der Pause (siehe auch Seite 9) deutliche Worte für den ebenso erschreckenden wie beunruhigenden Absturz nach einer 3:0-Führung. "Das ist unglaublich, wie man so schnell das Selbstvertrauenverlieren kann", schimpfte Trainer Steve McClaren und legt nach. "Wenn wir nicht gut verteidigen, können wir nicht erfolgreich sein. Wenn wir uns nicht verbessern, bekommen wir ein großes Problem." Innenverteidiger und Zwölf-Millionen-Mann Simon Kjær patzte wie schon in München bei einem Gegentor und ließ sich beim 3:4 von Adam Szalai vorführen (85.). Die Offensive um Dzeko und Diego tauchte nach dem Wechsel ebenfalls ab. Was das Doppel-D vor dem Wechsel zelebrierte, war einer der Hoffnungsschimmer eines völlig verkorksten Sonnabends. "Wenn die Beiden weiter so kombinieren, werden sie für viele Teams ein Problem", prophezeit McClaren. Dritter der internen VfL-Torjägerliste-Historie ist im übrigen Grafite (80 Spiele/50 Tore). Doch am Sonnabend war der Brasilianer zunächst nur Reservist im 4-2-3-1-System.

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