Drei Punkte in die Schublade Schalke

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Auf die Kopfballstärke von Simon Kjaer (hinten) baut VfL Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking gegen Schalke 04. Der Däne ersetzt den gesperrten Alexander Madlung.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Vorsicht Sackgasse! Nach dem Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals richtet Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg seine Aufmerksamkeit wieder ganz auf den Liga-Alltag. Am Sonnabend gastiert der FC Schalke 04 (15.30 Uhr) bei den Wölfen.

„Wir haben die Schublade DFB-Pokal zugemacht. Die Schublade Bundesliga wieder geöffnet“, setzt Trainer Dieter Hecking aufkommenden Pokalträumen seiner Spieler frühzeitig ein Stoppschild. Der Liga-Alltag soll helfen, sich nicht in der Einbahnstraße DFB-Pokal festzufahren.

„Wir haben die Möglichkeit uns in zwei Wettbewerben zu beweisen. Diese Konzentration sollte uns beflügeln“, erhofft sich Manager Klaus Allofs nach dem 2:1-Sieg in Offenbach noch einmal einen ordentlichen Schub für die Liga.

Zumal die Ampel in der Meisterschaft noch lange nicht auf grün steht. „Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg, der jetzt noch wackelig erscheint, mit einem Dreier weitergehen. Mit einem Sieg wollen wir weg von Platz 15“, sagt Hecking.

Der Erfolg in Offenbach sei für den Spannungsbogen der Saison sehr wichtig. „Die Jungs sind weiter auf der Jagd nach einem Highlight“, freut sich Hecking, dem sich alle Spieler in der Trainingsarbeit noch mehr aufdrängen.

So wie Sotirios Kyrgiakos. Der Grieche, der schon mehrfach auf dem Abstellgleis stand, kehrt wegen der Rotsperre von Alexander Madlung gegen die Schalker in den Wolfsburger Kader zurück. „Sotirios Kyrgiakos hat sehr gut trainiert. Er absolviert jedes Training wie ein Vollprofi“, lobt Hecking den Innenverteidiger.

Die Kluft im Kader sei nicht mehr so groß. Kein ist Spieler abgeschrieben, erklärte Hecking, der damit die Konzentration bis zum Saisonende noch einmal befeuert.

Für Madlung wird gegen Schalke wieder der Däne Simon Kjaer, der in Hannover (1:2) schwer gepatzt hatte, in der Innenverteidigung auflaufen. „Er hat sehr gut trainiert. Ich habe null Bedenken“, so Hecking.

Kjaer habe nun die Chance, Madlung mit guten Leistungen aus der Startelf zu verdrängen. „Hoffentlich spielt Simon gut, dann spielt auch das Team gut“, meint Hecking. Im Erfolgsfall hätte Kjaer dann freie Fahrt und Madlung wäre erst einmal in der Sackgasse gelandet.

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