Doppelpacker Nr. 2: Dejagah (ver)spürt große Erleichterung

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Sprunghafter Leistungs-Anstieg: Doppelpacker Ashkan Dejagah spielte gegen Köln wie selten im VfL-Dress.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Bei den Fans beliebt, bei den Wolfsburger Trainern nur bedingt: Ashkan Dejagah wartet seit Jahren auf den großen Durchbruch. Vielleicht trat dieser am Ostersonntag ein. Der Doppelpacker Nr. 2 spielte wie der gesamte VfL wie verwandelt.

Gegen St. Pauli eine einzige Enttäuschung, musste Dejagah gegen Köln zunächst Cicero im linken Mittelfeld weichen. Doch den Brasilianer wechselte Felix Magath nach nur 34 Minuten wieder aus. Weil dieser ihm „zu verhalten und zu defensiv“ agierte. „Ich wollte einen offensiven Spieler haben“, bemängelte der VfL-Coach. Also schlug Dejagahs Stunde. Und die nutzte der Deutsch-Iraner weidlich. Mit zwei Toren, mit einer Vorlage und vielen gelungenen Aktionen. Der wohl stärkste Auftritt aller Zeiten im grün-weißen Dress!

Überrascht war Asche über seine schnelle Einwechslung nicht wirklich. „Jeder kennt den Trainer. Wir wissen, wie er tickt. Es kann ganz schnell gehen bei ihm.“ Bei seinen Toren warf Dejagah Kusshände Richtung Tribüne. Dort saß seine Familie. Hinterher zeigte er sich teambewusst. „Meinem Kopf hat das gut getan, weil ich lange nicht getroffen und nicht so gute Leistungen gebracht habe. Aber vor allem freue ich mich für die Mannschaft, dass ich ihr helfen konnte.“

Der 24-Jährige machte bei seinen Mitstreitern auch sofort die Erleichterung über den enorm wichtigen Sieg aus. „Beim Auslaufen haben wir miteinander geredet. Da sieht man sofort, dass es allen gut getan hat“, unterstrich Dejagah. Der Publikumsliebling widmete den Sieg den Fans: „Wir wollten ihnen zeigen, dass wir wollen.“

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