Déjà-Vu bei Flatter-Fohlen?

Können sie auch in Gladbach jubeln – so wie im Vorjahr? Die Fußballer des VfL Wolfsburg wollen heute im Borussia-Park ihre Siegesserie fortsetzen und mit einem Dreier in die Länderspielpause gehen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen . Steve McClaren kommt sich vor wie ein kleiner Junge bei der Einschulung. Vor der Brust die Wundertüte Borussia Mönchengladbach. So recht vermag der Trainer des VfL Wolfsburg den heutigen Gegner (15.30 Uhr, Borussia-Park) nicht in eine Schublade zu stecken.

"Sie siegen bei Bayer Leverkusen (6:3, Anm. der Redaktion), verlieren gegen Stuttgart (0:7) und hätten auf Schalke (2:2 nach 2:0) gewinnen müssen. Das Team ist gefährlich", sagt McClaren. Und meint damit unberechenbar. Heißt für den VfL: Es ist höchste Konzentration geboten! "Sonst machen uns Spieler wie Bobadilla, Idrissou, Reus und Arango Probleme", warnt Wolfsburgs Coach. Er kennt sich mit Extremen ebenfalls aus: Ließen die Wölfe auf drei Auftaktpleiten doch eine Dreier-Serie folgen. Daraus müsse sein Team Mut für die Aufgabe am Niederrhein schöpfen. McClaren: "Drei Siege innerhalb einer Woche haben uns gestärkt. Darauf müssen wir aufbauen, denn auch gegen Gladbach spielt unsere Mentalität eine wichtige Rolle." Kurioserweise ist die Ausgangslage dieselbe wie in der Vorsaison. Auch da reiste der VfL mit drei Erfolgen am Stück nach Gladbach – und feierte ein 4:0. Eine Vorführung, an die sich Borussen-Trainer Michael Frontzeck ungern entsinnt. "Es war ein komisches Spiel damals. Die Wolfsburger haben aus fünf Chancen vier Tore erzielt, das spricht für ihre außergewöhnliche Qualität." McClaren saß damals noch nicht auf der Trainerbank der Gäste, hätte gegen eine Duplizität der Ereignisse nichts einzuwenden. Dennoch schenkt er der Statistik der Vergangenheit wenig Beachtung. "Ich sehe sie mir an, aber Fußball ist mal so und mal so." Launisch wie die Borussia. Viel wichtiger für den Engländer sind Teamgeist und Spaß an der täglichen Arbeit mit dem Ball. Den versprühten die Wölfe in den letzten Trainingseinheiten vor dem gestrigen Aufbruch gen Gladbach. Dazu hohen Einsatzwillen. McClaren: "Ich denke, wir sind auf einem richtigen Weg und müssen jetzt weiter gute Ergebnisse einfahren." Auch wenn er sich darauf nicht verlässt: Die Bilanz gegen die Flatter-Fohlen macht Mut.

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