Diegos Berater-Vater forciert Abgang

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Irgendwas läuft da schief… Die Ehe zwischen Diego und dem VfL Wolfsburg droht nach nur gut einer Saison wieder geschieden zu werden.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Die Frauen-WM soll in Wolfsburg für ein Sommermärchen sorgen. Doch dem VfL blüht obendrein noch ein Sommer-Theater. Um Skandal-Nudel Diego. Aussagen seines Vater und Beraters Djair da Cunha klingen nach Ärger und Abschied. Außerdem tauchen neue Namen als potentielle Nachfolger auf.

Während Diego nach seiner Arbeitsverweigerung von Hoffenheim zum Abschalten nach Miami abgedüst ist und vorerst jegliche Interviews abbügelt, meldete sich nunmehr sein Familien-Oberhaupt zu Wort. Djair da Cunha reagierte empört auf die Meldungen aus Wolfsburg, dass sein Sohn womöglich in die Amateur-Mannschaft verbannt wird. „Eines ist sicher: Er wird niemals 4. Liga spielen! Niemals! Er hat für die Nationalmannschaft gespielt und will dahin zurückkehren. Was soll er in der 4. Liga? Wenn Wolfsburg ihn nicht mehr für die 1. Mannschaft haben will, dann wird jemand seine Ablöse bezahlen“, wird Papa Diego in der Bild-Zeitung zitiert.

Angeblich sind der FC Liverpool und Benfica Lissabon am brasilianischen Spielmacher interessiert. Da Cunha schwärmte in portugiesischen Zeitungen jedenfalls schon einmal vom Land der zwei Europa League-Finalisten FC Porto und SC Braga.

Und der Berater legte verbal noch nach. Nebulös verkündete er: „Was mit Magath passiert, ist nur ein Missverständnis. Beide Seiten tragen die Schuld. Diego wird zum richtigen Zeitpunkt enthüllen, was wirklich passiert ist.“ Nach dem USA-Trip reist Diego in seine Heimat Brasilien. Dann will der Familienrat tagen und über die Zukunft entscheiden.

Weil alle Anzeichen auf eine Trennung hindeuten, kommen täglich neue Kandidaten für die VfL-Spielmacherposition auf den Tisch. Angeblich ist das Wolfsburger Interesse an Riccardo Montolivo wieder entflammt. Der italienische Mittelfeldspieler mit deutscher Mutter stand schon im vergangenen Sommer auf der Liste. Angeblich soll Felix Magath bereit sein, 13 Millionen Euro für den 26-Jährigen vom AC Florenz zu berappen. Schließlich ließ er jüngst verlauten, dass er mit dem VfL in der neuen Serie ins internationale Geschäft strebt. Montolivo selbst will aber offenbar gar nicht weg. Der Zeitung Corriere dello Sport sagte er: „Ich möchte weiter in Italien spielen. Für einen Wechsel ins Ausland bleibt noch genug Zeit.“

Also weiter im Programm. Auch Zlatko Junuzovic soll im Visier der Wölfe (und von Werder Bremen) sein. Der Österreicher mit serbischen Wurzeln steht noch bis 2012 bei Austria Wien unter Vertrag und wurde im Vorjahr zum Fußballer des Jahres in der Alpenrepublik gewählt. „Man hat mir gesagt, dass er angeblich einen Vorvertrag unterschrieben hat. Ich weiß das nicht, und dazu will ich auch keinen Kommentar abgeben“, erklärte Austria-Sportvorstand Thomas Parits. Junuzovic rückt womöglich am Mittwoch beim EM-Quali-Spiel der Österreicher gegen Deutschland ins Schaufenster.

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