Diego wird Wolfsburger! Nur Unterschrift fehlt noch

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Ein wenig Tinte. Mehr fehlt nicht mehr, und Diego ist ein Wolfsburger! Den Gesundheits-Check hat der brasilianische Ballvirtuose absolviert, auch die Vereine sind sich laut VfL-Manager Dieter Hoeneß handelseinig – der Mega-Deal dieser Bundesliga-Saison ist nur noch Formsache!

Als hätten sie den Braten gerochen, drängten sich gestern mehr Kamerateams als sonst bei der obligatorischen Spieltags-Pressekonferenz in der VW-Arena. Und sie sollten das einfangen, worauf sie spekuliert hatten. Hoeneß verkündete am Donnerstagnachmittag: "Diego ist da, hat die sportmedizinische Untersuchung erfolgreich hinter sich gebracht. Und auch der Transfervertrag mit Juventus ist von beiden Seiten unterschrieben." Eine klitzekleine Formalität aber verhinderte, dass sich Wolfsburgs Millionen-Jongleur zu einer definitiven Aussage hinreißen ließ. Die Unterschrift von Diego. Mit dem 25-Jährigen ist der VfL im Grunde schon seit Wochen im Klaren, doch nun muss auch noch sein Vater und Berater Djair da Cunha den Kontrakt absegnen. Dieser befand sich zum Zeitpunkt der Fast-Vollzugsmeldung im Flugzeug aus Brasilien gen Hannover, wo er am Abend landen sollte. Bei Redaktionsschluss lag noch keine Einigung vor. Doch ernsthafte Zweifel bestehen nicht, dass Diego seine Signatur doch nicht unter den mit sechs Millionen Euro Bruttogehalt taxierten Vertrag über vier Jahre Laufzeit setzen wird. Eines verriet Hoeneß: Die Ablösesumme liege unterhalb der kursierenden 16 bis 18 Millionen Euro. Während sich Coach Steve McClaren mit der Thematik (offiziell) nicht beschäftigen wollte, solange nicht alles niet- und nagelfest sei ("Ich kann nicht über hypothetische Dinge reden"), ließ der Manager in Punkto Bundesliga-Comeback gegen Mainz durchblicken. "Es wird eine ganz enge Geschichte. Aber es gibt Szenarien, wonach Diego am Sonnabend spielen kann." Eine Frage drängte sich gestern in der Runde natürlich auf: Warum plötzlich doch die Wende in dem schon totgeglaubten Transfer? "Wir haben definitiv kein neues Angebot abgegeben. Juve ist auf uns zugekommen", versicherte Hoeneß. Damals hätten die Italiener noch keinen Ersatz für den Ex-Bremer gehabt, das hat sich mittlerweile geändert. Vielleicht hat Hoeneß mit dem Verhandlungs-Abbruch aber auch nur taktiert – und gewonnen. Am Dienstag hätten beide Seiten in Kurzform schriftlich das Wechsel-Okay festgehalten, daraufhin nahm der VfL wieder konkreten Kontakt auf. "Man kann ein Buch auch wieder aufschlagen." Gestern dann der unterzeichnete Transfer-Vertrag. Unter der Voraussetzung, dass Diego ebenfalls signiert. Das soll spätestens heute soweit sein.

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