„Die Chance, es besser zu machen“

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Mit Ausnahme des gesperrten Luiz Gustavo (r.) könnte gegen Hoffenheim wieder die Wolfsburger Mannschaft auflaufen, die in der Vorwoche bei Bayer Leverkusen 1:3 unterlag.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Das kommt früh! Sehr früh! Sechs Pflichtspiele haben die Fußballprofis des VfL Wolfsburg in dieser Saison erst in den Beinen und schon stehen die Wölfe wieder an der aus den letzten Jahren bereits bekannten Weggabelung: Obere Tabellenhälfte/Europapokal oder Tabellenkeller/Niemandsland.

Mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr) beginnt für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking eine erste Woche der Wahrheit. Mit dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen Zweitligist VfR Aalen (Dienstag, 19 Uhr) und dem schweren Gang zu Rekordmeister Bayern München (Sonnabend, 28. September, 15.30 Uhr) werden Weichen für die Spielzeit gestellt. Drei Pleiten und der VfL wäre schon zu Beginn der Runde wieder in der grauen Bedeutungslosigkeit angekommen.

Hoffnung können die Grün-Weißen aus der bisher guten Heimbilanz von zwei Siegen (6:0 Toren) ziehen und der Tatsache, dass Trainer Hecking aus dem Vollen schöpfen. Nur der verletzte Stürmer Bas Dost und Mittelfeldspieler Luiz Gustavo (Gelb-Rot-Sperre) fehlen am Sonnabend gegen den Fast-Absteiger aus dem Kraichgau.

Zwar probierte der Wolfsburger Trainer während der Woche verschiedene Variationen seiner Startelf. Vor allem im Mittelfeld, wo sich der zuletzt enttäuschende Flügelspieler Ivan Perisic in der Zentrale versuchen durfte.

Von Veränderungen in der Anfangsformation ist deshalb aber nicht zwangsläufig auszugehen. „Ich spiele auch mit dem Gedanken, der Mannschaft – mit Ausnahme von Luiz Gustavo – die gegen Leverkusen auf dem Platz stand, die Chance zu geben, es besser zu machen“, ließ sich der Wolfsburger Trainer dann doch nicht in die Karten schauen.

Zufrieden registrierte Hecking aber, dass sich die Spieler aus der zweiten Reihe immer mehr in den Vordergrund spielen würden. „Die Konkurrenz ist da und so muss es auch sein“, meinte der VfL-Rudelführer.

Mit den Hoffenheimern, die bisher zwei Zähler mehr als die Wölfe einsammelten, hat der VfL einen weiteren Konkurrent um die europäischen Wettbewerbe bekommen. Dementsprechend vorsichtig geht Hecking den Vergleich mit dem Team um U 21-Nationalspieler Kevin Volland an. „Wir müssen abwarten, ob die TSG konsequent den Weg nach vorne suchen wird oder verhaltener auftritt“, sagte Hecking. Schließlich kann in dieser Woche auch schon viel für die Wolfsburger schiefgehen.

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